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Sex mit einem Bein

Thomas hatte einen anstrengenden Arbeitstag hinter sich gebracht. Die
Antriebsstörung der grossen Presse hatte ihn gehörig gefordert. Aber er
bekam sie wieder in Schwung und alle Anstrengungen und Schmutz und
Schweiss waren vergessen. Er liebte seinen Beruf und so machte ihm im
Nachhinein auch der grosse Zeitdruck, unter dem er seine Arbeit meist
verrichten musste, nicht viel aus. Schliesslich war er der Vorarbeiter
und das verstand er so, dass er seiner Mannschaft in Können und Leistung
voran stehen wollte.

Thomas liess den warmen Strahl der Dusche über seinen Körper fluten. Er
hatte das Gefühl, dass nicht nur Schweiss und Schmutz von ihm gewaschen,
sondern auch der Stress des Tages mit dem Seifenschaum in den Abfluss
gespült wurde. Allmählich verschwanden damit die Gedanken an die Arbeit
und die an zu Hause stellten sich ein. Übermorgen würde er nicht in
dieser kalten Mannschaftsdusche duschen müssen. Nein, samstags duschte er
zu Hause, gemeinsam mit Eva, seiner Frau. Er sehnte sich danach, ihren
Körper fühlen zu können und ihren Busen zu spüren. Er liebte es ihr
zuzusehen, wie sie das Wasser aus ihrem Haar schüttelt und ihre endlos
langen Beine abtrocknet. Überhaupt liebte er ihre Gegenwart. Sie war
hübsch und intelligent, was ja nicht allzu oft zusammen trifft. Ihr Leben
verlief harmonisch und sie waren sich einig, egal ob es Hauswirtschaft,
Freizeitgestaltung oder Sex betraf. Und deshalb würde er heute auch diese
Handschellen kaufen, um die ihn Eva gebeten hatte.

Merkwürdig, dass nicht er auf diese Idee gekommen war. Nein, Eva schlug
vor, sie wolle den Liebesakt einmal gefesselt erleben. Während er sie ein
Buch von Stephen King vertieft glaubte, schaute sie plötzlich auf und
meinte, er solle doch einmal Handschellen besorgen. Der Gedanke reizte
Thomas und darum wollte er nun diese Dinger besorgen. Zunächst hatte er
sich gescheut, das Geschäft zu betreten. Aber die Handschellen wurden ja
in der Auslage angeboten. Nun hatte er sich zwischen vier Paaren zu
entscheiden. Er wählte jene, die ihn am wenigsten klobig vorkamen aus und
verliess das Geschäft.

Dann endlich war er da, der Samstag. Thomas hätte die Handschellen auch
schon am Donnerstag Eva geben können, aber er wollte den Samstag
abwarten, wo sie Zeit und Musse füreinander hatten. Gemeinsam stellten
sie sich unter die Dusche, in der schon der warme Wasserstrahl
eingestellt war. Zärtlich berührten sich ihre Körper. Zuerst seifte Eva
Thomas mit einem Schwamm gründlich ein und rieb ihn ab. Den Rücken, die
Brust, dann die Arme. Seinen Penis seifte sie allein mit ihren Händen,
auf die sie vorher Duschgel gegeben hatte. Gründlich wusch sie das steife
Ding. Dann drückte sie sich in eine Ecke, während Thomas seine Beine und
seine Haare wusch. Danach wandte er sich Eva zu. Er hatte sich einen
weichen Lappen über die Hand gezogen, mit der er nun Evas Rücken
einseifte. Besonders sanft und zärtlich wusch er ihre Brüste, dann die
Arme. Nun stand er hinter ihr und Eva spürte seinen harten Schwanz auf
ihren Hintern, als er zuerst die Innenseiten ihrer Schenkel und dann ihre
Möse reinigte. Auch das Waschen ihrer Beine war seine Sache. Sie legte
die Hände um seinen Nacken und hob erst das eine, dann das andere Bein
hoch, damit es Thomas gut abschruppen konnte. Für Thomas war es der
Höhepunkt ihrer gemeinsamen Körperpflege, wenn er diese Beine, die er für
makellos hielt, in ihrer ganzen Länge bis hin zum Allerheiligsten mit dem
Lappen abrieb.

Nachdem sie sich abgetrocknet hatten, zeigte Thomas Eva die Handschellen.
Er hatte sie bisher unter seinem Bademantel, der auf einem Hocker lag,
versteckt.

„Ist es das, was du wolltest?“ fragte er.

„Fein, du hast endlich welche gekauft! Warte, ich zeige dir, was ich dazu
gebastelt habe.“ Eva verschwand kurz aus dem Bad und als sie zurück kam,
hatte sie etwas Schwarzes in der Hand. Es war eine Schlaufe aus schwarzem
Stretchstoff.

„Schau her, ich habe mir eine Augenbinde genäht. Sie ist so breit und
gerade so eng, dass ich sie ohne Hände nicht abstreifen kann.“ Mit diesen
Worten zog sie die Schlaufe über den Kopf vor ihre Augen und rückte sie
zurecht. „Jetzt die Handschellen,“ sagte sie und hielt die Hände am
Rücken zusammen. Thomas legte sie ihr an. Er liess die Schlösser
zuschnappen und fuhr Eva mit dem Finger über die Wirbel ihres Rückrates.

„Nein, bitte noch nicht,“ sagte Eva, „lass uns noch eine Weile so
zubringen. Bitte Thomas, behandle mich wie deine Gefangene!“

„Was soll ich machen? Was willst du?“ fragte er.

„Befehle mir etwas, halte mich in Bewegung. Nur bitte noch keinen Sex.
Hältst du mich nun für verrückt, Thomas? Bitte sag mir die Wahrheit, wenn
du es nicht willst, müssen wir es nicht tun!“

„Nein, wenn du es so willst, gefällt es mir um so mehr.“ Er bugsierte Eva
aus dem Bad hinaus um es zu reinigen. „Gehe ins Wohnzimmer und warte dort
auf mich.“ Eva tat wie Thomas es sagte. Allerdings kam Thomas nicht zum
reinigen der Dusche. Er sah Eva nach und es hatte eine seltsame Wirkung
auf ihn, wie sie vorsichtig den Weg in das Wohnzimmer suchte. Ein Weg,
den sie schon tausendmal gegangen war, den sie kannte und den sie nun
doch nicht schaffte, ohne da und dort anzustossen. Sein Herz pochte als
sie die paar Stufen zum Wohnzimmer hinab stieg. Hoffentlich fällt sie
nicht! Hastig reinigte er nun doch die Dusche und folgte Eva in das
Wohnzimmer. Dort stand sie vor ihm, nackt, in ihrer ganzen Schönheit.
Durch die auf den Rücken gefesselten Arme wurden ihre schlanke Taille und
ihre festen Brüste noch besser betont, ihre Beine schienen noch länger zu
sein als sonst. Die Augenbinde presste das Haar an ihr kleines Köpfchen.
Er hatte sich ganz leise in das Wohnzimmer geschlichen, Eva hatte ihn
nicht kommen hören, trotzdem sie gleich nach der Türe stand.

„Warum stehst du nackt vor dem Fenster?“ bluffte er.

„Mein Gott! Wirklich?“ stiess sie hervor, drehte sich um und machte ein
paar Schritte vor. Jetzt stand sie wirklich vor dem Fenster. Thomas hatte
sich einen Stuhl genommen und forderte Eva auf, sich zu ihm zu setzen.
Vorsichtig mit den Füssen tastend suchte sie den Platz neben Thomas auf.

„Kann ich einen Orangensaft haben?“ bat sie.

Wohl eine ganze Stunde sassen sie so nebeneinander und unterhielten sich,
als ob nichts Besonderes wäre. Sie erzählten sich, was sie die Woche
hindurch erlebt hatten, sprachen über gemeinsame Freunde. Nur berührte es
Thomas seltsam, wenn Eva mit dem Mund den Strohhalm ihres Glases suchte
oder die Chips direkt mit dem Mund vom Teller aufnahm. Thomas hielt es
für eine gute Gelegenheit, Eva über Intimschmuck aufzuklären.

„Willst du etwa so etwas tragen?“ fragte Eva.

„Nicht ich, Du!“

„Ich soll mir Löcher stechen lassen?“

„So wie du sie schon im Ohr hast.“

„Es ist dir entgangen, dass ich keine Löcher in den Ohrläppchen habe. Ich
verwende ausschliesslich Ohrenklipse!“ Sie forderte Thomas auf, in ihrem
Schmuckkästchen nachzusehen. Tatsächlich! Auch die schönen, langen
Gehänge waren Ohrenklipse. Thomas nahm sie an sich.

„Steh auf, mach die Beine breit!“ Eva tat wie Thomas es wünsche. Nun nahm
er eine ihrer Schamlippen zwischen seine Finger, zog sie ein wenig nach
unten und liess einen der Ohrenklipse zuschnappen.

„Au! Das tut doch weh! Ich bin da sehr empfindlich, weisst du das denn
nicht?“ Noch während Eva lamentierte, baumelte der zweite Clips an der
anderen Schamlippe. „Nein! Gib sie wieder herunter. Sie zwicken und tun
weh, ich halte das nicht aus!“ Doch Thomas liess sich nicht erweichen.
Eva startete in die Richtung, in der sie das Schlafzimmer vermutete und
fiel prompt über einen Sessel. Sie blieb gleich sitzen und zog die Beine
durch ihre gefesselten Arme. Hastig entfernte sie die Clipse. Das liess
Thomas nicht gelten. Abermals musste Eva die Beine durch die Arme ziehen,
so dass sie nun wieder am Rücken waren. Gleich am Montag würde er eine
Kette besorgen, mit der er die Hände zusätzlich mit Evas Hals verbinden
konnte, so dass sie künftig die Beine nicht mehr durchziehen konnte. Für
heute war er ohnehin am Platzen. Beinahe war es für ihn zu viel
zuzuschauen, wie Eva die Clipse von ihren Lippen nestelte. Er warf sie
auf das Bett und führte seine Nudel zwischen ihre Beine. Das Eindringen
war leicht, ihre Fotze klitschnass. Heftig stiess Eva ihr Becken gegen
das seine. Gefühlvoll, aber energisch zog er sein Glied zurück um erneut
zuzustossen.

02

Das Wetter war genau so, wie es der Wetterbericht vorhergesagt hatte.
Draussen war es kalt und grau, und Eva war froh, dass Thomas nichts vom
Skifahren sagte. Er sass im Wohnzimmer und hatte sich ein Video
eingelegt. Eva war das ganz recht, sie hatte ohnehin noch einige Arbeit
für ihre Bank zu erledigen. In Ruhe konnte sie sich so auf die kommende
Arbeitswoche vorbereiten.

Sie war mit dem, was sie sich vorgenommen hatte fast fertig, als Thomas
zur Türe hereinkam. Er legte ihr seine Hände auf die Schultern, massierte
sie ein wenig, liess die Hände dann über ihren Rücken gleiten und fasste
unter den Armen durch an ihre Brüste.

„Na,“ fragte er, „fällt dir an diesem Sonntagnachmittag nichts anderes
ein als deine Bank?“

„Ich bin gleich fertig,“ antwortete Eva, „warte noch ein bisschen.“ Doch
Thomas liess sich nicht vertrösten. Er küsste Eva in den Nacken, schob
ihren Pullover hoch und löste den Büstenhalter. Mit dem konzentrierten
Arbeiten war es damit vorbei. Sie speicherte ihre Arbeit am Computer ab
und schickte sie zum Drucker. Thomas war so ungeduldig, dass Eva kaum den
Rechner herunterfahren konnte.

„Ich will auf der Stelle wissen, wie lang deine Beine sind, die von Julia
Roberts sind einen Meter und zehn lang.“

„Ach, du hast dir also Pretty Women angesehen? Schade, ich dachte wir
schauen uns das gemeinsam an.“

„Steh bitte auf,“ forderte sie Thomas auf und holte ein Meterband aus der
Hosentasche. Er löste Evas Rock, der daraufhin zu Boden glitt und legte
das Meterband an.

„Von der Zehe bis zur Hüfte: Deine Beine sind nur einen Meter sieben
lang. Was hat meine Frau nur für kurze Beine!“ Eva musste lachen, sie
wusste, wie Thomas über ihre Figur dachte. Oft genug schon hatte er ihr
gesagt wie gut ihn ihre schlanke Figur mit den hübschen, langen Beinen
gefiel.

Thomas schubste sie in das Schlafzimmer hinüber. Er steckte seine Hände
unter ihren Pulli und schob ihn über Evas Kopf. Gleich darauf, noch
während der Pulli in weitem Bogen durch das Zimmer flog, war der
Büstenhalter über ihre Arme gestreift und glitt zu Boden. Als sie
schliesslich im Schlafzimmer landeten, war Eva nur mehr mit ihrer
Strumpfhose bekleidet. Sie legte die Hände an ihre Hüften und liess sie
zu den Brüsten hoch gleiten, hob die Brüste an und beugte sich vor um sie
Thomas zu präsentieren. Sie schmiegte sich an ihn und öffnete sein Hemd.
Dann glitten ihre Hände weiter hinunter zu seinem Hosenbund, fühlten den
Inhalt seiner Hose und wechselten hinüber zu ihrem eigenen Becken. Sie
stand jetzt mit leicht gegrätschten Beinen vor Thomas, ihre Hände
strichen über ihren Bauch und glitten ihr zwischen die Beine. Eva seufzte
auf während sie nun fest zwischen ihre Beine fasste. Ihre Schenkel
schlossen sich. Das war der Augenblick, den Thomas so liebte. Einen Arm
um Evas Schultern gelegt, schob er die andere Hand in den Spalt, der
zwischen ihren schlanken Schenkeln blieb und umgriff das feste Fleisch.
Eva stöhnte auf vor Lust. Sie warf sich auf das Bett, hielt anmutig ihre
Beine in die Höhe um die Strumpfhose abzustreifen und registrierte mit
Genugtuung, dass Thomas bereits die Hose eng wurde. Während ihre Zehen
die Keule abtasteten, die sich durch Thomas Hose abzeichnete, streifte
sie auch noch graziös den Slip ab. Blitzartig war auch Thomas aus den
Kleidern.

„Halt Thomas!“ Er wollte sich gerade über Eva hermachen aber sie hielt
ihn zurück. „Würdest du mir einen Wunsch erfüllen?“

„Natürlich, welchen?“

„Du Thomas, es ist wieder einer meiner ausgefallene Wünsche!“

„Sag ihn, du weisst wie sehr mir deine Ideen gefallen!“

„Du wirst mich für dumm halten.“

„Jetzt machst du mich neugierig! Sag mir, was du willst!“

Eva ging zu ihrem Nachtkästchen und entnahm ihm irgendetwas, Thomas war
neugierig, was es diesmal war. Eva drehte sich herum und hielt ihn etwas
aus Stoff entgegen. „Binde mich ans Bett und verbinde mir die Augen“
hauchte sie.

Thomas wusste, dass Eva es liebte, beim Sex in ihren Bewegungen gehindert
zu werden. Die Augenbinde aus dem schwarzen Stretchstoff hatten sie nun
schon oft verwendet. Genau so wie die Handschellen, die er ihr besorgt
hatte. Aber die Bänder aus elastischer Binde waren neu.

„Warum willst du das?“

„Du weisst, dass ich es kaum aushalte, wenn ich dich nicht liebkosen
kann. Du musst mir deinen Pimmel zum Mund halten, damit ich ihn zärtlich
verwöhnen kann. Und ich möchte fühlen wie es ist, wenn ich die Beine
nicht anziehen kann, während du mich streichelst. Bitte sei so lieb zu
mir, wie du kannst, aber binde mich nicht los, ehe du fertig bist, auch
wenn ich noch so viel drum bettle.“

Eva stülpte sich selbst die Stretchschleife über ihre Augen. Sie hatte
dies schon oft getan, auch wenn sie allein war. Einfach so hatte sie sich
die Binde um die Augen gelegt und war dann durch die Wohnung gewandelt.
Natürlich wollte sie nicht wirklich blind sein – obwohl, erschrecken
würde sie dieser Gedanke auch nicht sonderlich. Es war für sie einfach
erregend, von den Dingen überrascht zu werden. Wenn sie aber mit Thomas
zusammen war, hätte sie am Liebsten immer die Binde getragen. So wusste
sie nie, wo er sie als nächstes berühren werde und das allein bereitete
ihr schon die schönsten Wonnen.

Auch jetzt, da Thomas sorgfältig die Stoffbinden in Schlingen um Evas
Hand- und Fussgelenke legte, durchrieselte es ihren ganzen Körper bei
jeder seiner Berührungen. Bedächtig band er sie damit an den vier
Bettpfosten fest.

„Strecke mich ganz auseinander,“ befahl Eva während Thomas sie fest band.

„Es wird reizvoll sein, wenn du mir ganz ausgeliefert bist!“

„Du Thomas! Lass dir aber bloss keine Dummheiten einfallen!“ Aber jetzt
konnte Eva nicht mehr zurück, fest war sie an das Bett gefesselt. Daran
hatte sie nicht gedacht, dass er nun eventuell seine Wünsche auch
ausführte. Eva wusste nur zu gut, wie gern er ihr in den Mund spritzen
wollte, dass er sie rasieren wollte, dass er darum bettelte, sie solle
Intimschmuck tragen.

„Du wolltest angebunden werden, ich habe deinen Wunsch erfüllt. Jetzt
werde ich mir meinen Wunsch erfüllen.“

„Nein, bitte nicht! So habe ich das nicht gemeint!“ Eva zog und zerrte an
ihren Fesseln. Was hatte er vor? Durch die Augenbinde konnte sie auch
nicht sehen was sie erwartete.

Thomas holte alle Utensilien aus dem Badezimmer. Als er zurück kam konnte
er nicht anders, er musste den Anblick geniessen: Eva wand sich am Bett,
ihre Arme und Beine waren weit ausgestreckt. Da sie nichts sehen konnte,
hob sie den Kopf um zu hören, ihr Mund war angstvoll geöffnet.

„Thomas, mach mich bitte wieder los, bitte! Oder gib wenigstens die
Augenbinde weg. Es war nicht ausgemacht, dass du sie nicht entfernen
darfst!“ Sie drehte Ihr Köpfchen und versuchte, die Binde loszuwerden.
Aber sie selbst hatte sie so angefertigt, dass man sie nicht abstreifen
konnte.

Thomas Blick heftete sich auf das kleine Wäldchen, welches den Hügel
zwischen ihren Beinen bedeckte. Nun senkte er den kalten Stahl der Schere
in die Haare und schnitt das erste Büschel ab.

„Nein Thomas, bitte nicht! Schneide meine Haare nicht ab! Wir können in
keine Sauna mehr gehen! Und was ist wenn ich zum Arzt muss? Thomas! Wenn
ich plötzlich ins Krankenhaus muss, die werden glauben, ich sei eine
Hure!“

So sehr sich Eva anstrengte, die Fesseln liessen es nicht zu, dass sie
die Beine zusammen presste oder sonstwie verhindern konnte, dass Thomas
die Arbeit mit der Schere vollendete. Danach seifte er Evas Muschi
gründlich ein und liess die Klinge des Rasierers über die Haut gleiten.
Erst als auch das letzte Härchen entfernt war und keine Stoppeln zu
fühlen waren, trocknete er Eva ab. Dann beugte er sich über sie und
küsste sie auf die glatten Lippen. Eva war, als würden tausend Volt ihren
Körper durchzucken. Er drehte sich um, so dass Eva seinen Schwanz vor
ihrem Mund hatte. Sie hob den Kopf und saugte ihn gierig ein während
Thomas mit der Zunge ihre Spalte teilte. Eva zerrte an ihren Fesseln.

„Nein Thomas, ich halte das nicht aus! Binde mir wenigstens ein Bein
los!“ Sie hatte keine Chance, ihre Beine auch nur annähernd genug
aufstellen zu können, ihre Leisten begannen leise zu schmerzen. Doch
Thomas war unerbittlich. Mit Mund und Fingern trieb er Eva zu einem
gewaltigen Orgasmus. Jetzt versu
schieben. Mit Evas angebundenen Beinen ging das zwar nur ganz schlecht,
zum Losbinden blieb ihm aber keine Zeit. Mit einer gewaltigen Eruption
ergoss er sich in ihre Grotte, ohne richtig in sie eindringen zu können.
Als Thomas über ihr zusammen sank, überkam Eva ein seltsames Gefühl von
erfülltem unerfüllt sein.

03

Kaum zu glauben, dass es heute früh noch Glatteis gab. Jetzt schien die
Sonne und die Strassen waren aufgetrocknet. Eva fuhr langsam. Sie ärgerte
sich, dass sie mit der Anschaffung des neuen Wagens nicht bis zum
Frühjahr zugewartet hatte. Jedes Steinchen des Streusplitts, das gegen
den Wagenboden schlug, tat ihr in ihrem Innersten weh, auch wenn ihr den
Wagen ihre Firma zur Verfügung gestellt hatte.

Eigentlich, dachte Eva, konnte sie stolz auf das Erreichte sein. Ist sie
doch die jüngste Leiterin einer Geschäftsstelle ihrer Bankengruppe.
Natürlich war ihre Karriere kein Zufall. Neben Fleiss und Ausdauer hatte
sie immer das Glück gehabt, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein.
Blieb zu hoffen, dass ihr auch heute das Glück treu sein würde. Sie hatte
sich gut vorbereitet und ein Konzept erarbeitet um die Firma, zu der sie
nun unterwegs war, auch wirklich davon zu Überzeugen, das dass Angebot
ihrer Bank das günstigste ist.

Sie bog mit dem Wagen von der Hauptstrasse ab und fuhr zu dem grossen
Tor, das die Einfahrt des Werksgeländes bildete. Sie holte sich vom
Pförtner die Besucherkarte und fuhr hinüber zum Hauptgebäude. Da der
Parkplatz davor besetzt war, fuhr sie die schmale Gasse hinunter zum
anderen Parkplatz an der Hinterseite des Gebäudes. Eva schloss den Wagen
ab und freute sich, noch ein paar Schritte in der frischen Luft machen zu
können, die schon ein wenig nach Frühling roch. Sie ging die Gasse, die
sie gerade heruntergefahren war, also wieder hoch, ging dabei aber auf
der Fahrbahn, da auf dem schmalen Gehsteig der ganze Streusplitt lag, den
die Fahrzeuge zur Seite geschleudert hatten. Sie hatte noch nicht den
halben Weg zurückgelegt als am oberen Ende der Gasse ein Fernlastzug
einbog.

Langsam befuhr der Fahrer mit seinem riesigen Gefährt die steile, schmale
Gasse und Eva wechselte erst im letzten Augenblick auf den Gehsteig. Die
Zugmaschine des Sattelschleppers dröhnte an ihr vorbei und sie spürte den
warmen Strom der Auspuffgase an ihren Beinen. Da war Eva plötzlich, als
würde ihr der Boden unter den Füssen weggezogen. Ihre leichten Schuhe
fanden keinen Halt mehr auf dem Streusplitt und sie fiel der Länge nach
hin. Wie in Zeitlupe sah sie das grosse Rad des Anhängers auf ihre Hand
zurollen. Mit aller Kraft wendete sie sich ab und brachte ihre Hand im
letzten Augenblick in Sicherheit. Mein Gott, wie schmutzig sie jetzt war,
so konnte sie unmöglich zu ihrem Termin erscheinen, dachte sie. Fast
unbewusst spürte sie, wie das Rad ihr rechtes Bein erfasste. Langsam
drückte es den Schenkel zusammen. Mit einem Knall hörte sie den Knochen
ihres Oberschenkels brechen, dann gab das Rad ihr Bein wieder frei. Doch
nur, damit es vom nächsten Rad erfasst werden konnte und danach vom
dritten. Da hatte der Fahrer durch den Rückspiegel den Vorfall bemerkt
und stieg so fest auf die Bremse, dass alle sechs Räder der
Anhängerachsen blockierten. Aber es war schon zu spät. Durch das
blockierende Rad wurde Eva herum gewirbelt. Sie umschlang das zweite Bein
mit beiden Armen und drückte den Kopf auf die Brust. Der Gummi scharrte
über das Knie und den Unterschenkel. Streusplitt knirschte unter den
stehenden Reifen. Ein Glück, dass der Fahrer nicht eher bremste. Eva wäre
sonst unweigerlich mit dem ganzen Körper unter die Räder gezogen worden.
Endlich gab der Laster ihr Bein wieder frei und kam nun zum Stillstand.

Der Fahrer kam keuchend auf Eva zu. Er schrie etwas, doch sie konnte ihn
nicht verstehen, er war Ausländer. Wild fuchtelte er vor Eva herum und
lief dann in Richtung Haupttor davon. Eva betrachtete ihr Bein. Sie
wunderte sich, warum es kaum schmerzte, wo es doch so fürchterlich
zugerichtet war. Langsam färbte es sich rot – Blut! Nur jetzt nicht
verbluten, dachte Eva. Hastig drückte sie an verschiedene Stellen in
ihrem Leistenbereich, bis sie glaubte, die Arterie gefunden zu haben.
Warum kam ihr niemand zu Hilfe? Erst nach Minuten, die Eva wie Stunden
vorkamen, tauchten Arbeiter aus der Werkshalle auf. Einer leistete ihr
dann Erste Hilfe indem er ihr Bein fachgerecht abband. Jetzt konnte sie
den schmerzenden Daumen von der Leiste nehmen. Von Ferne hörte sie das
Folgetonhorn eines Rettungswagens und war kurz darauf erleichtert, als
sie ihn am oberen Ende der Gasse einbiegen sah, so wie vorhin den Laster.

Jetzt ging alles sehr schnell. Man legte ihr eine Infusion an. Ein Mann
und eine Frau in roten Anzügen brachten die Bahre. Sie packten Eva und
legten sie darauf. Eva war, als würde man ihr das Bein ausreissen.

„Mein Gott,“ dachte sie, „die müssen das ganze Bein eingipsen. Warum
musste mich Thomas gerade gestern rasieren!“

04

Endlich war es soweit, Eva wurde aus der Intensivstation auf die normale
Unfallabteilung verlegt. Zuvor würden ihre Wunden noch frisch verbunden
und gepflegt werden. Sie wollte endlich sehen, was von ihrem Bein
geblieben war. Noch hatte sie sich nicht ganz damit abgefunden, dass man
es aufgrund der schweren Verletzungen knapp unter dem Hüftgelenk
amputiert hatte, war aber nun neugierig, wie das übrig gebliebene aussah.

„Erschrecken sie nicht,“ erklärte ihr der Arzt, „der Stumpf ist noch sehr
geschwollen und die Nähte sehen nicht gerade schön aus. Ich kann ihnen
aber jetzt schon versichern, dass sie keine Schwierigkeiten mit den
Narben haben werden. Wir konnten die Nähte klein halten. Ihr Stumpf wird
so glatt werden wie ihre Pobacke. Ein Problem wird allerdings, dass so
wenig übrig geblieben ist. Es wird schwierig werden, hier eine akzeptable
Prothese anzupassen.“

Eva betrachtete die blauschwarze Halbkugel, die den Rest ihres Beines
darstellte. Prothese? Sie würde eine Prothese brauchen! Oft war ihr in
diesen Tagen durch den Kopf gegangen, dass es nun aus war mit dem
Tennisspielen, mit dem Skifahren, oder was sie sonst noch gerne an Sport
betrieb. Die grösste Sorge bereitete ihr aber das künftige Zusammenleben
mit Thomas. Nicht, dass er sie nur wegen ihres Aussehens liebte. Aber Eva
meinte zu wissen, wie wichtig ihm ihre beiden langen, schlanken Beine
waren. Für ihren Geschmack waren ihre Schenkel zwar zu dünn, aber Thomas
liebte es, seine Hand in den Spalt zu legen welcher blieb, wenn sie Knie
an Knie presste. Damit war es nun vorbei. Würde sie Thomas noch begehren,
wenn er nur mehr einen Schenkel fühlt, während er in sie eindringt? Wird
es ihm mit ihr noch Spass machen, wenn sie beim Geschlechtsverkehr ihre
langen Beine nicht mehr um ihn schlingen kann? „Ein hübsches Bein hast du
ja noch,“ meinte er, als er Eva zum ersten Mal auf der Intensivstation
besuchte, „und einmetersieben ist auch lang genug!“ Aber würde er auch
wirklich mit einem Krüppel zusammenleben können? Ganz ernsthaft böse ist
Thomas geworden, als sie ihm diese Frage stellte. „Ich möchte diesen
Ausdruck „Krüppel“ nicht mehr hören,“ hatte er gemeint, „zum Krüppel
wirst du erst dann, wenn du mit den Umstand, nur ein Bein zu haben, nicht
umzugehen lernst.“

„So, den Katheder können wir auch schon entfernen, in einigen Tagen
können sie dann auch schon baden, dann wird schon alles wieder in Ordnung
kommen.“ Urplötzlich drangen die Worte des Arztes in ihr Bewusstsein und
rissen sie aus ihrer Grübelei. Was meinte er mit in Ordnung kommen?
Meinte er damit die Stoppeln ihres Schamhaares, die inzwischen zaghaft
nachgewachsen waren? Als ob es nicht schon unangenehm genug war, dass die
Wunde gleich neben Evas intimster Stelle lag, dass diese auch noch kahl
geschoren war, war Eva schon sehr peinlich.

„Grundsätzlich könnten sie auch schon aufstehen,“ erklärte ihr der Arzt.
„Fangen sie mit aufsitzen im Bett an, dann an der Bettkante sitzen.
Übertreiben sie aber nicht. Legen sie sich beim geringsten
Schwindelgefühl gleich wieder hin! Wenn sie dann wirklich aufstehen,
sollte jemand bei ihnen sein. Probieren sie es nicht alleine!“

Es war wie ein Schock, als man ihr die Krücken ans Bett stellte. Bis an
ihr Lebensende würde sie nun diese Dinger brauchen um sich fortbewegen zu
können. Sie musste an den alten Mann denken, der während ihrer Kindheit
in ihrer Strasse wohnte. Er hatte im Krieg ein Bein verloren und als er
dann schon sehr alt war, konnte er auch mit den Krücken nicht mehr
weiter, er sass die letzten Jahre nur mehr im Rollstuhl. Sie hatte nun
dieselben Aussichten. Vorläufig aber war sie noch jung, dachte Eva, und
sie wird es Thomas beweisen. Wenn er zu Besuch kam, und er kam täglich –
manchmal sogar mehrmals – wollte sie das Aufstehen versuchen.

Sie hatte das Nachthemd angezogen, das ihr Thomas von zu Hause
mitgebracht hatte. Dummerweise hatte sie immer nur so kurze Dinger
gekauft, ein langes wäre ihr jetzt lieber gewesen. Aber sie hatte ja auch
noch den Morgenmantel. Als Thomas kam, hatte sie es schon geschafft, an
der Bettkante zu sitzen.

„Halte mich fest, bitte,“ sagte sie und stand auf. Knieweich und wackelig
stand sie auf ihrem verbliebenen Bein und krallte sich an Thomas‘
Schulter. Gleich darauf musste sie zurück in das Bett, aber Thomas
drückte ehrliche Bewunderung aus, über ihre täglichen Fortschritte. Erst
zwei Tage später konnte sie versuchen, die Krücken zu benutzen, mit denen
sie dann sehr holprig voran kam. Immer hatte sie das Gefühl, vornüber zu
kippen. Als sie Thomas am Nachmittag besuchte, bat sie ihn, sie auf das
Klo zu begleiten. Er ging mit ihr mit da sie meinte, dass sie alleine
noch nicht so gut zurechtkommen würde.

Sie versicherten sich, dass sie alleine waren und zwängten sich beide in
die enge Kabine. Kaum war die Türe verschlossen, griff Eva nach dem
Reissverschluss seiner Hose und packte seinen Schwanz aus. „Ich halte es
nicht mehr aus ohne dich,“ hauchte sie.

„Eva, wie lange musst du noch hier bleiben?“ gab er zurück und fasste
durch den Morgenmantel unter ihr Nachthemd, „es wird Zeit, sass du nach
Hause kommst!“ Er fühlte das Netz, welches den Verband festhielt und
schob es ein wenig zur Seite um ihre Spalte zu erreichen. Jetzt spürte er
die kurzen Haare, die bereits nachgewachsen waren und betastete ihre
warmen, vollen Schamlippen.

„Lass dir Zeit bis morgen, Thomas. Morgen darf ich dann endlich baden.
Willst du dabei sein? Wenn du möchtest, darfst du mich auch wieder
rasieren.“ Eva meinte, ihm dieses Angebot machen zu müssen, obwohl ihr
gar nicht danach zumute war. Aber sie fürchtete, dass sie sonst mit ihrem
einem Bein und ihrem zerschundenen Körper nicht attraktiv genug für
Thomas sein würde.

„Gewiss will ich dabei sein. Und ist dir das mit dem Rasieren auch
wirklich ernst?“

„Ja, Thomas, ich verspreche dir, künftig alles zu tun um dir trotzdem zu
gefallen.“

„Was meinst du mit trotzdem?“

„Ich weiss wie wichtig dir meine Beine waren. Ich werde dir für das
verlorene Bein Ersatz verschaffen! Und jetzt spüre ich, dass du dringend
abgemolken gehörst.“ Während sie sprachen, hatte sie die ganze Zeit mit
seinem Glied gespielt. Eva merkte, dass Thomas heftiger zu atmen begonnen
hatte. Sie fasste jetzt kräftiger zu. Ihre Lippen näherten sich seinem
Mund, und Eva liess ihre Zunge verlangend darüber streichen. Sie küssten
sich und alsbald stellte sich bei Thomas der Erfolg ein. Eva schmerzte es
zwar ein wenig, hielt es aber für selbstverständlich, dass sie unter
diesen Umständen keine Befriedigung bekam.

Anderntags hatte Thomas alles zum Baden mitgebracht, was ihm Eva angesagt
hatte. Gemeinsam gingen sie den Gang hinunter. Eva konnte nun schon
einigermassen mit den Krücken umgehen. Im Bad legte sie Morgenmantel und
Nachthemd ab. Man hatte ihr gesagt, wie sie den Verband vom Beinstumpf
abnehmen sollte. Thomas betrachtete den Rest von Evas rechtem Bein. Dann
half er ihr in die Wanne, in die er warmes Wasser eingelassen und das
Kamillenextrakt beigegeben hatte, welches ihm die Krankenschwester
gegeben hatte. Während sie über dies und das redeten, löste sich der
Schorf von den meisten Abschürfungen, die Evas Haut bei dem Unfall
erlitten hatte, auch die schwarzen Krusten lösten sich von den Nähten.

Thomas wechselte das Wasser und nun konnte Eva richtig baden. Sie genoss
es, sich nach so langer Zeit wieder richtig waschen zu können. „Willst du
mich wirklich wieder rasieren?“ fragte sie Thomas als sie mit der
Körperreinigung fertig war. Sie hoffte, dass er darauf verzichten würde.

„Nein Eva, ich möchte, dass du das von nun an regelmässig selber machst!“

„Thomas! Ich lasse mich nur dir zuliebe rasieren. Was meinst du, wie mir
sein wird, wenn ich morgen bei der Visite wieder glatt bin wie ein
Kinderpopo?“

„Eva, du hast ein so wunderhübsches Schlitzchen, du brauchst es nicht
unter Haaren zu verbergen.“

„Genügt es nicht, wenn ich es rasiere bevor wir nach Hause gehen?“

„Du hast es gestern versprochen!“

„Ja, ich war leichtsinnig. Bitte warte noch! Bald kann ich nach Hause und
da werde ich mich zuvor noch ganz glatt machen.“

„Du hast es für heute versprochen.“

Eva seufzte, griff nach den Einwegrasierer, den ihr Thomas hinhielt und
fügte sich in das scheinbar Unvermeidliche. Als Einbeinige, dachte sie,
müsste sie wohl alles unternehmen um Thomas zu halten. Doch hätte sie nur
noch einmal nachgefragt, Thomas war schon bereit, nachzugeben. Nicht
immer sehr geschickt, schabte sie an ihrer Möse herum. „So,“ verkündete
sie schliesslich, „so glatt war ich zuletzt, als ich in den Kindergarten
ging.“

„Lass mich fühlen,“ meinte Thomas und fuhr prüfend mit seinen Fingern
darüber. „Da, hier sind noch Haare!“ Genau über der Klitoris, an der
Stelle, wo die Spalte in den Schamhügel überging, war es ihm noch nicht
sauber genug. Gehorsam epilierte Eva auch diese Stelle und fragte, ob es
nun so richtig wäre. Noch einmal befühlte Thomas die Stelle. Offenbar war
er jetzt zufrieden, denn seine Finger forschten weiter. Sie brachten Evas
Klitoris zum Glühen, spielten mit den kleinen Lippen und drangen
schliesslich in die Grotte ein. Wie lange hatte Eva dieses Gefühl
vermissen müssen! In ihrem Schoss entzündete sich ein Feuer, mit beiden
Händen griff sie nach dem Handgelenk von Thomas um seine Finger zu
zwingen, noch tiefer in sie einzudringen. Sie spürte, wie sich ihr Bauch
entkrampfte und sie einem Höhepunkt zustrebte, wie er nur nach so langer
Enthaltsamkeit möglich war. Das Glücksgefühl, das sie überkam, war
allerdings beeinträchtigt durch das Toben in ihrem Beinstumpf. Es war,
als würden ihre Zehen platzen. Oh Gott, dachte sie, würde das nun immer
so sein?

05

Es war für Eva nicht leichter, dass eine Ärztin die Nähte entfernte. Gott
sei Dank war sie wenigstens mit dieser Ärztin alleine im
Behandlungszimmer. Unangenehm blieb nur, dass sie sich dazu ganz frei
machen musste. Eva hatte gehofft, den Slip anbehalten zu dürfen, aber
eine der Nähte verlief ganz in der Falte der Leiste, direkt neben ihrem
kahlen Mäuschen.

„Sie haben Glück gehabt, der Kollege hat die Nähte so sorgfältig gelegt,
dass man sie später kaum wahrnehmen wird – falls man in so einem Fall
überhaupt von Glück sprechen kann,“ korrigierte sie sich sogleich. Sie
gab Eva eine Salbe, mit der sie die Nähte ab nun behandeln sollte, sie
würden dadurch elastisch und daher später kaum zu sehen sein.

„Können sie ihren Stumpf bewegen?“ fragte die Ärztin.

„Wie bitte? Was soll ich denn bewegen, es ist doch nichts mehr von meinem
Bein vorhanden!“

„Nein, nein! Das Hüftgelenk blieb erhalten. Es ist zwar nur ein kleiner
Knochenrest, an dem nicht viele Muskelfasern dran sein werden, aber
probieren sie einmal, den Stumpf anzuheben und zu strecken.“ Die Ärztin
hielt ihre Hand auf Evas Beinstumpf.

„Ja! Hier – fühlen sie doch selbst!“ Sie nahm Evas Hand und legte sie auf
ihren Stumpf. Tatsächlich! Eva fühlte, wie sich unter der Haut etwas
bewegte.

„Trainieren sie das sehr fleissig!“ empfahl die Ärztin und befühlte nun
selbst wieder den Stumpf.

„Wozu soll das gut sein?“

„Nun, für das Tragen einer Beinprothese kann das von entscheidendem
Vorteil sein. Man kann ein Gewindestück einsetzen an dem sie dann bequem
die Prothese befestigen können.“ Eva erschrak: So etwas würde für sie nie
in Frage kommen. Sie wollte doch keine Metallteile fix an ihrem Körper
haben.

„Darüber hinaus haben sie später sicher weniger Beschwerden, wenn sie das
Gelenk in Schwung halten,“ fuhr die Ärztin fort, „und,“ wie zufällig
strich jetzt ihre Hand über Evas glatte Fotze, „schliesslich weiss man
nie, wozu etwas gut sein kann. Es klingt paradox, aber bezüglich Sex
möchte ich sie beinahe beneiden.“

Eva durchströmte es heiss und kalt. Warum streichelte sie über ihr
Mäuschen? Was wollte sie, was meinte sie damit? Eva musste ziemlich
erschrocken dreingeschaut haben, denn die Ärztin fuhr fort, sie
aufzuklären: „Ich war vor einigen Jahren dabei, als man einer jungen Frau
beide Beine amputierte. Heute ist sie meine Freundin, wir sprechen sehr
offen miteinander. Sie hat fürchterliches durchgemacht, lange konnte sie
sich mit der neuen Situation, statt zwei hübschen Beinen nur zwei kurze
Stummel zu haben, nicht abfinden. Es war nicht nur die
Bewegungseinschränkung, die ihr zu schaffen machte, auch als Frau fühlte
sie sich nicht vollwertig. Bis sie einen Mann gefunden hatte, der sie
trotz ihrer Behinderung liebte. Ihre persönliche Mobilität ist dadurch
nicht besser geworden, im täglichen Leben hadert sie noch oft genug mit
ihrem Schicksal. Aber ihr Liebesleben ist abwechslungsreicher geworden,
versichert sie jedenfalls. Sie behauptet, dass Sex für sie ohne Beine
vielleicht schöner ist als vordem. Sie sind ja auch verheiratet, wie
steht ihr Mann zu ihrer Amputation?“

„Naja, ich glaube, er findet sich damit ab. Er wird wohl abwarten, wie
ich damit zurechtkomme.“

„Da haben sie Glück! Manche Männer wenden sich nach einer solchen
Amputation von ihren Frauen ab. Aber glauben sie mir, viele Männer, mehr
als sie jetzt vielleicht glauben, stehen gerade auf solche Frauen,
allerdings oft nur für einmal, im Bett… Ich glaube, sie gehen auf die
sexuellen Wünsche ihres Mannes ein,“ sie deutete auf Evas kahle Scham,
„tun sie das auch weiterhin, auch wenn ihnen seine Wünsche oft sonderbar
vorkommen werden. Mit der Zeit werden sie dahinter kommen, wie sie den
Umstand, nur ein Bein zu haben erotisch reizvoll einsetzen können. Die
Beine einer Frau üben nun einmal einen grossen sinnlichen Reiz auf die
Männer aus und sie haben nun etwas anzubieten, was nicht jede Frau
anbieten kann, denn nur bei ihnen ist jetzt etwas anders. Und trainieren
sie die Beweglichkeit ihres Stumpfes, sie werden sehen, welch erfülltes
Sexualleben sie dann führen werden!“

Als Eva später in der Badewanne sass und sich für das Nachhause gehen
vorbereitete, dachte sie nur an diese Worte der Ärztin. Nicht an das, was
sie ihr danach noch über Rehabilitation und Prothesen sagte, nein, nur an
das, was sie zum Thema Sex sagte. Warum erzählte sie ihr von einer Frau
ganz ohne Beine? Warum sprach sie von Sex? Sie beneiden weil ihr ein Bein
amputiert wurde? Eva war völlig verwirrt nach diesem Gespräch.
Nachdenklich rasierte sie ihr Mäuschen, obwohl es ohnehin noch ziemlich
glatt war. Aber sie freute sich auf zu Hause und auf Thomas. Sie wollte
ihn unbedingt gefallen, meinte, es sei heute wieder so etwas wie der
erste Eindruck, den sie auf Thomas machen wollte. Sie hoffte, dass auch
er sich auf sie freute und puderte die Narben ihres Stumpfes etwas ein,
damit sie nicht so rot leuchteten.

Sorgfältig kleidete sie sich danach an. Eine Weile probierte sie herum,
wie sie das überflüssige rechte Bein ihrer Strumpfhose am besten
verstauen könnte. Immer wieder verursachte es hässliche Falten oder trug
zu dick auf. Schliesslich zog sie das leere Bein nach innen, legte es
sorgfältig zusammen und polsterte damit ihren Stumpf aus. So würde es am
wenigsten auffallen, wenn sie dann angezogen ist. Thomas hatte ein Kostüm
mitgebracht, das einzige mit Rock, welches sie in ihrer
Frühjahresgarderobe hatte. Aber solange sie keine Prothese verwendete,
wollte sie auch keine Hosen anziehen, um das leere Hosenbein nicht in den
Bund schlagen zu müssen. Ausserdem, so meinte sie, würde ihre
Einbeinigkeit durch einen Rock weniger auffallen. Es war ein angenehmes
Gefühl, endlich wieder einmal angezogen zu sein. Allerdings hatte sie
seit ihrem Unfall keine Schuhe mehr angehabt. Thomas hatte ihr einen
Schuh mitgebracht, mehr benötigte sie auch nicht. Es war ein flacher
Schuh, der überhaupt nicht zu dem Kostüm passte, aber anders hätte sie
nicht gehen können. Schon dieser flache Schuh machte es notwendig, dass
Eva die Krücken etwas länger stellte. Sie probierte, wie damit zu gehen
war. Immer noch befürchtete sie, beim Gehen vornüber zu fallen, mit dem
Schuh war es nun noch schlimmer.

Als sie sich frisiert und etwas Makeup aufgebracht hatte, betrachtete sie
sich im Spiegel. Frisur und Gesicht befand sie in Ordnung, wie aber stand
ihr das Kostüm? Der Spiegel im Badezimmer des Krankenhauses war zwar
gross, Eva konnte sich aber nicht in voller Grösse darin betrachten. Sie
beugte sich etwas vor und sah nach unten. Der Rock des Kostüms reichte
bis knapp über das Knie, früher war er ihr beinahe etwas zu eng, das eine
Bein hatte aber nun leicht darin Platz. Da er sich nicht um zwei feste
Schenkel spannen konnte, sass er nur mehr um die Hüften richtig, unter
dem Gesäss fiel er in einer traurigen Falte bis zu seinem Saum. So sehr
ihn Eva auch hin und her schob, es wurde nicht besser, schliesslich liess
sie ihn sein wie er war.

Der Rückweg ins Zimmer hatte Eva ziemlich geschafft. Sie hatte sich
Nachthemd, Bademantel und Handtuch über die Schulter geworfen und das
Toilettentäschchen unter den Arm geklemmt. Irgendwie war es ihr gelungen,
derart bepackt und auf die beiden Krücken gestützt das Zimmer zu
erreichen, ohne dass ihr etwas hinunter gefallen wäre. Sie nahm sich vor,
ohne Hilfe on Thomas das Auto zu erreichen und sie würde auch das
schaffen. Sie musste ihm beweisen – er hatte es so gesagt – dass sie auch
mit einem Bein zurechtkommt.

Thomas war pünktlich gekommen, wie sie es von ihm gewohnt war, und nun
wurde von den anderen Patientinnen Abschied genommen. Dann nahm Thomas
ihre beiden Taschen und Eva machte sich auf den Weg zum Auto. Sie liess
nicht zu, dass Thomas das Auto vom Parkplatz holte und bis zum
Krankenhauseingang vorfuhr, obwohl sie kaum noch weiter konnte. Beim
Verabschieden war sie schon länger gestanden als gewöhnlich, der Weg zum
Lift und dann zum Ausgang war weiter als sie geglaubt hatte, und die
frische, ungewohnte Luft tat ein Übriges. Dies blieb auch Thomas nicht
verborgen.

„Du setzst dich nun auf diese Bank und wartest auf mich, ich habe keine
Lust, die Taschen zum Wagen zu schleppen,“ meinte Thomas. Er stellte die
Taschen einfach nieder und lief davon. Eva war es ganz recht. Sie fühlte
sich ermattet und liess sich willig auf eine Bank im Foyer des
Krankenhauses nieder. Als dann Thomas mit dem Wagen da war, musste sie
überlegen, wie sie am besten in den Wagen hinein kam. Sie schob die
Krücken in den Wagen, dann hielt sie sich an Autodach und Türe fest und
schwang sich in das Fahrzeug.

Während Evas Aufenthalt im Krankenhaus war der Frühling endgültig ins
Land gezogen, alles blühte ringsherum. Auch im Vorgarten ihres kleinen
Reihenhauses streckten ihr die Frühlingsblumen die Köpfchen entgegen,
während sie zur Haustür ging. Als Thomas die Türe aufschloss, wurde Eva
plötzlich bewusst, wie viele Stiegen ihr Haus hatte. Mutig nahm sie die
ersten Stufen zur Haustüre in Angriff. Dann musste sie erst einmal
verschnaufen. Danach schaffte sie auch die paar Stufen im Vorraum und
konnte sich bald danach ziemlich erschöpft im Wohnzimmer niederlassen.
Thomas stellte die Taschen zur Seite und setzte sich zu ihr. Er legte ihr
seinen Arm um die Schulter und küsste sie erst herzhaft, dann
leidenschaftlich. Die Umarmung dauerte etwas länger als gewöhnlich, Eva
rieselte es angenehm über den Rücken wie immer, wenn Thomas‘ Zunge
energisch in ihren Mund eindrang.

„Ich habe geduscht, ehe ich dich holte,“ sagte Thomas nachdem er seinen
Mund von dem ihren gelöst hatte.

„Ich habe gebadet, ehe du kamst,“ gab Eva zurück.

Er forderte sie auf, ihr Jäckchen auszuziehen und begann danach, Evas
Bluse aufzuknöpfen. Als dies weit genug geschehen war, fuhr seine flache
Hand unter die Seide. Zielsicher fand sie ihren Weg in das Körbchen,
welches ihre Brust behütete. Abermals trafen ihre Lippen mit Leidenschaft
aufeinander. Gierig saugte Thomas Hand die Ruhe und das Wohlbehagen ein,
welches eine weibliche Brust nur ausstrahlen kann. Erst als das Verlangen
nach mehr unerträglich wurde, hob er Eva hoch und trug sie in die
gemeinsame Bettstatt.

06

Eva hatte die ganze Nacht so tief und fest geschlafen, wie man nur im
eigenen Bett schlafen konnte. Jetzt hatte sie der Sonnenstrahl, der durch
das Fenster in ihr Gesicht fiel, geweckt. Einige Zeit genoss sie so die
Sonne, dann fuhr sie Thomas mit der Hand durch sein Haar um ihn ebenfalls
an diesem schönen Morgen teilhaben zu lassen. Dieser war aber noch gar
nicht damit einverstanden, geweckt zu werden. Doch Eva liess nicht
locker, sie wollte mit ihm gemeinsam den schönen Morgen geniessen. Sie
zupfte ihn am Ohr und stupste mit der Polsterecke seine Nase. Zuerst
wehrte er sich nur vage. Als Eva aber nicht mit dem Piesacken aufhörte,
richtete er sich auf und begann nun Eva derartig abzubalgen, dass diese
ihr Heil in der Flucht suchte. Sie entwand sich den Händen von Thomas und
flüchtete mit einem Satz aus dem Bett. Anstatt zu entfliehen ging sie
aber sogleich zu Boden. Eva war darüber so erschrocken, dass sie zunächst
so liegen blieb, wie sie hingefallen war. Dann begann sie zu schluchzen.

„Mein Gott!“ rief Thomas, „Ist dir was passiert?“ Auch er sprang aus dem
Bett, eilte hinüber und kniete sich zu Eva.

„Nein, es geht schon,“ antwortete sie.

„Wie ist den das nun passiert?“ fragte er.

„Ich wollte einfach weglaufen und habe nicht daran gedacht, dass ich nur
noch ein Bein habe.“

„Hast du dir weh getan?“

„Nein, es ist nichts passiert.“

„Siehst du, du kannst nun gar nicht mehr von mir weglaufen!“ Thomas
setzte sich zu ihr, legte seinen Arm um sie und küsste sie zärtlich. „Wie
kannst du nur vergessen, nur mehr ein Bein zu haben?“

„Naja, ich muss mich erst daran gewöhnen! Ich bin froh, keine Schmerzen
mehr im Stumpf zu haben. Und beim Liegen merke ich doch nicht, dass ich
nur ein Bein habe.“

„Auch nicht gestern Abend?“

„Auch nicht gestern Abend. Ich hoffe nur, dass das Pochen des Blutes im
Stumpf während des Geschlechtsverkehrs mit der Zeit gibt. Ansonsten war
es für mich nicht anders als wenn ich noch beide Beine hätte. Und wie war
das bei dir?“

„Ich bin froh, dich wieder daheim zu haben. Ich hatte mich schon so auf
den gestrigen Abend gefreut.“

„War es doch auch ein wenig schön für dich?“

„Aber Eva, welche Frage!“

„Du kannst nur mehr einen meiner Schenkel fühlen und ich kann dich nicht
mehr mit beiden Beinen umfassen, wie du es so gerne hattest.“

„Ich habe gespürt wie du es versucht hast, mich mit deinem nun einzigen
Bein ebenso zu umschlingen wie ehedem mit beiden. Ich glaube es dir
nicht, dass es für dich so war wie immer. Es war sehr wohl neu für dich,
dass ich dich nun zur Seite drehen kann wann immer ich will. Ich habe es
an deinem Stummel gefühlt, wie du das Bein ausstrecken wolltest um es zu
verhindern.“

Eva wollte sich nicht eingestehen, dass Thomas Recht hatte. Natürlich war
es anders. Schon, dass es ihr nichts genutzt hatte, die Beine
zusammenzupressen, als Thomas sie ihre Schamlippen so leicht berührte,
dass es kitzelte. Doch war es berauschend wie auch sonst, als sie seinen
Stab in sich fühlte. Dabei überkam sie das gleiche Glücksgefühl wie
immer, welches den Wunsch in ihr weckte, er möge ihren Bauch niemals
verlassen. Dieses Gefühl zwang sie dann, ihre Beine um seine Hüften zu
schlingen um ihn so festzuhalten, auf dass er ihr niemals entweichen
konnte. Doch als sie das nun auch gestern so vollziehen wollte, fehlte
ihr das zweite Bein. Mit dem einen, das ihr verblieben war, empfand sie
diese Umschlingung als höchst unvollständig und unwirksam. Nicht, dass
Thomas Absichten gezeigt hätte, sich zurückzuziehen, nein, es war
lediglich ein Gefühl der Leere an ihrer rechten Seite, welche ihre
Harmonie störte.

„Thomas, du musst es mir sagen, wenn dir eine Frau mit zwei Schenkeln
lieber wäre. Wir werden einen Weg finden, auf dem wir beide
zurechtkommen, aber bitte lass mich nicht alleine!“

„Oh nein, ich werde dich nicht verlassen. Mir fehlt dein zweiter Schenkel
nicht. Im Gegenteil: Ich werde von nun an ganz bewusst mit einer
Einbeinigen zusammenleben. Du meinst, mit einem Bein nicht mehr so
interessant für mich zu sein. Nun, es wird an dir liegen! Es kann auch
attraktiv für mich werden, dass meine Frau anders ist als alle anderen.
Eva, ich wünsche, dass du hier in diesem Schlafzimmer niemals deine
Krücken oder eine Prothese benutzt. Überhaupt verlange ich von dir,
solche Hilfsmittel so sparsam wie möglich zu benutzen.“

„Wie soll denn das gehen?“

„In diesem Raum wirst du nur hüpfen oder deine Arme benutzen, aber keine
Krücken, keine Prothese.“

„Heisst das, wenn wir jetzt aufstehen, wirst du mir nicht die Krücken aus
dem Wohnzimmer bringen?“

„Du wirst auch so ins Bad kommen.“

„Warum darf ich die Krücken nicht haben?“

„Ich will dich haben, so wie du nun eben bist.“ Thomas nahm ihr Gesicht
in beide Hände und küsste sie. Dann stand er auf und forderte Eva auf,
ebenfalls aufzustehen.

Sie wusste, dass es nichts geholfen hätte, Thomas um Hilfe zu bitten. Er
würde ihr nicht einmal die Krücken bringen. Sie überlegte wie sie es
anstellen sollte, so schnell als möglich vom Boden hochzukommen um bei
ihm nicht den Eindruck von Tollpatschigkeit hervorzurufen. Also rutschte
sie hinüber zum Bettpfosten und setzte sich mit angewinkeltem Bein
daneben. Sie zog sich an dem Holz hoch und stellte sich auf ihr Bein.
Dann richtete sie sich vollständig auf, drehte sich um und hüpfte
zunächst bis zur Kommode, an der sie sich wieder festhalten konnte.
Weiter wäre sie auch kaum gekommen.

„Thomas,“ rief sie, „es geht nicht. Du musst mir helfen!“

„Was ist?“ Thomas beobachtete sie von der Türe aus.

„Es geht nicht. Ich muss so dringend auf das Klo, dass ich fürchte, ich
kann es beim Hüpfen nicht länger halten.“

„Ja was könntest du dann tun?“

„Bitte hilf mir doch! Bringe mir noch dieses eine Mal meine Krücken,
bitte!“ Thomas stand in der Türe und rührte sich nicht. Er betrachtete
Eva, wie sie in ihrem kurzen Negligé vor ihm stand. Deutlich zeichneten
sich ihre kleinen aber festen Brüste durch das dünne Tuch ab. Thomas
erinnerte sich, dass es die hoch gewachsene, schmale Gestalt war, die
erstmals sein Interesse an ihr erweckte. Das einzige Bein, auf dem sie
nun vor ihm stand, kam ihn jetzt noch schlanker und länger vor. Wohl
bemerkte er das Flehen in ihren Augen, es war ihm aber unmöglich, Mitleid
mit ihr zu empfinden. Eher war es Faszination, dass an seiner Partnerin
nun etwas anders war als bei anderen Frauen. Er nahm sich vor, Eva dabei
zu helfen, dass für sie das Leben auf einem Bein etwas
Selbstverständliches wird. Dazu gehörte seiner Meinung nach, dass Eva
lernte, sich selbst zu helfen und dass sie Sicherheit in der Bewegung
bekam.

„Na komm, versuche es noch einmal.“ Eva fasste all ihre Kraft zusammen,
hüpfte die paar Meterr und warf sich Thomas in die Arme.

„Bitte trage mich wenigstens das letzte Stück,“ bettelte sie.

„Ja, das kann ich tun.“ Thomas nahm sie hoch und trug sie zur Toilette.

07

„Dem Wetterbericht zufolge soll es heute heiss werden, deshalb möchte ich
das gelbe Kleid anziehen,“ sagte Eva zu Thomas „oder meinst du es ist zu
kurz?“

„Du kannst es dir leisten, mit so einem hübschen Bein!“

„Das Kleid ist schon verflixt Mini! Meinst du nicht dass man zu viel
sehen könnte, wenn ich sitze? Ein Bein verdeckt nicht soviel wie zwei!“

„Nein, es geht schon.“

„Soll ich einen Slip oder die Miederhose anziehen? Die im Orthopädischen
Zentrum werden sicher auch an mein Mäuschen kommen, wenn sie an meinem
Stummel herum fummeln.“

„Nimm einen Slip,“ gab Thomas zurück. Er war bereits fertig angezogen und
lehnte in der Schlafzimmertüre um Eva beim Anziehen betrachten zu können.

„Und lass die Strumpfhose,“ sagte er und warf ihr ein Päckchen zu, „ich
habe dir Strümpfe gekauft weil ich glaube, dass sie zweckmässiger für
dich sind.“

Eva wunderte sich über soviel Fürsorglichkeit, packte aber artig die
Strümpfe aus und streifte einen über ihr Bein. Den anderen legte sie in
die Packung zurück. „Hast ja Recht, mit Strümpfen komme ich nun doppelt
so lange aus!“ Sie stand auf und hüpfte hinaus zur Garderobe. Dort zog
sie den Schuh an, nahm die Krücken und verliess zusammen mit Thomas die
Wohnung.

Das Orthopädische Zentrum war für Eva eine einzige Qual. Sie musste ihr
Kleid ablegen und stand nur mit BH und Slip bekleidet in einem sonst
recht kahlen Raum. Zur Erleichterung dieser Prozedur konnte sie sich an
einer Stange festhalten, die wie ein Reck in einem Turnsaal rechtwinklig
zur Wand befestigt war. Der Mann, der ihren Beinstumpf vermass, tat dies
zwar mit souveränen Handgriffen, es blieb aber nicht aus, dass er dabei
dann und wann ihr Allerheiligstes berührte. Dabei zuckte sie jedes Mal
leicht zusammen und der Mann entschuldigte sich sofort. Sie warf dann
immer einen Blick zu Thomas hinüber um seine Reaktion zu beobachten. Der
stand aber nur stumm an die gegenüberliegende Wand gelehnt und verzog
keine Miene. Als der Mann dann auch noch ihre Taille vermass, fragte Eva,
warum er das tue. Jetzt erst bekam Eva eine Beschreibung darüber, wie
ihre Prothese funktionieren würde. Der Orthopäde erklärte ihr, dass ihr
Beinstumpf zu kurz sei um die Prothese direkt daran zu befestigen. Daher
würde die Prothese mit einem Gürtel ausgestattet, den sie um die Hüften
legt und so der Prothese sicheren Halt verleiht. Als Alternative käme nur
das Einsetzen einer Schraube in den verbliebenen Knochen in Frage, aber
dieses Angebot hatte Eva schon im Krankenhaus abgelehnt.

bei der ersten Anprobe einige Tage später erschrak Eva, welche
Dimensionen die Prothese nun hatte. Auch nachdem einige Korrekturen
durchgeführt worden waren und man Eva erstmals den Umgang mit dem Gerät
beigebracht hatte, konnte sie sich mit dem Unding nicht anfreunden. Auch
sah sie die Sinnhaftigkeit der Prothese nicht ein, da sie zum Gehen
trotzdem die Krücken benutzen musste. So hatte sie beim Gehen dennoch die
Hände nicht frei. Es nützte auch nichts, als man den zweiten Strumpf, den
Eva mitgebracht hatte, über das Plastikbein zog und ihr im Spiegel
zeigte, dass sie nun wieder zwei Beine hätte, von denen das eine wie das
andere aussah. Sie konnte in der Prothese keine Hilfe für sie
feststellen. Auch nach einigen ambulanten the****utischen Übungen kam Eva
mit der Prothese nicht besser zurecht. Eva wollte daher nach Abschluss
der Übungen die Prothese im Kofferraum des Autos mit nach Hause nehmen,
im Orthopädischen Zentrum bestand man jedoch darauf, dass sie das Unding
an behielt. Man war der Meinung, sie solle die Prothese nur so viel wie
möglich tragen, dann würde sie sich schon daran gewöhnen und, so meinte
man, in einigen Tagen wolle sie sicher nicht mehr auf dieses Hilfsmittel
verzichten…

Doch das Gehen war für sie jetzt noch mühsamer als mit den Krücken
allein. Das Einsteigen in das Auto wurde zur Geschicklichkeitsübung. Eva
musste mit der einen Hand nachhelfen, um zuerst die Prothese in den Wagen
zu bringen. Dann musste sie sich an Dach und Türe des Wagens festhalten,
um ihr Bein an der Prothese vorbei ins Innere des Wagens zu bringen. Dass
es nicht nur ihr mühsam und umständlich vorkam fand sie bestätigt, als
Thomas, der ihr sonst nie behilflich war, die Krücken in den Fond des
Wagens räumte.

Währen der Fahrt drückte die Prothese derart, dass sie Thomas bat,
anzuhalten. „Thomas, was würdest du sagen, wenn ich die Prothese nicht
benützen will?“

„Das liegt einzig in deinem Ermessen. Mir gefällst du ohne dieses Ding
besser!“

„Ich würde immer nur mit Krücken gehen, macht dir das was aus?“

„Du hast eben nur ein Bein. Je weniger Hilfsmittel du verwendest, umso
lieber ist es mir.“

Evas Entschluss stand nun fest. Doch sie wusste, dass sie es nicht
schaffen würde, die Prothese in dem engen Wagen alleine abzulegen. Sie
wollte sie aber so schnell als möglich loswerden und hoffte, dass Thomas
auf ihr Angebot einging: „Wenn du mir beim Ablegen behilflich bist
verspreche ich dir, sie nie wieder zu tragen.“

Sogleich stieg Thomas aus dem Wagen und kam auf die Beifahrerseite. Dies
genügte ihr als Bestätigung, dass es auch Thomas lieber war, wenn sie
anstatt der Prothese die Krücken zur Fortbewegung benutzte.

Bei dem wenigen Platz, der zur Verfügung stand, war es schwierig, die
Gürtel und Schnallen zu öffnen. Schliesslich konnte aber Thomas doch das
Plastikbein nehmen und im Kofferraum verstauen. Jetzt konnte Eva wieder
normal sitzen und sie fühlte sich endlich wohler. Aber sie liess Thomas
noch nicht weiterfahren. „Du, ich muss mal,“ fiel ihr jetzt ein.

„Na gehst du halt in dieses kleine Wäldchen,“ antwortete Thomas und
stellte den Motor wieder ab. Eva öffnete die Tür und angelte die Krücken
aus dem Wagenfond. Doch plötzlich hielt sie inne und meinte „Nein, es
geht nicht!“

„Weshalb nicht?“

„Mit einem Bein kann man sich nicht hin hocken.“

„Dann pinkelst du eben im Stehen.“

„Wie bitte?“

„Dann pinkelst du eben im Stehen,“ wiederholte Thomas.

„Wie soll das gehen, ohne dass ich mich voll mache? Falls du es noch
nicht bemerkt haben solltest, ich bin eine Frau und da funktioniert das
etwas anders als bei dir.“

„Wenn es nicht geht, lasst du es eben bleiben. In einer halben Stunde
sind wir zu Hause.“

„Solange halte ich es nicht mehr aus!“

„Was nun?“

„Vielleicht kannst du mich halten?“

„Na komm schon, ich werde dir zeigen wie es geht.“ Sie stiegen aus dem
Wagen und gingen soweit in das Wäldchen, dass man sie von der Strasse
nicht mehr beobachten konnte. Thomas führte Eva zu einer kräftigen Buche.
Dort musste sich Eva so neben den Baum stellen, dass ihr Bein auf der vom
Baum abgewandten Seite war.

„Jetzt lehnst du die Krücken an den Baum und ziehst deinen Slip aus.“

Eva machte es umgekehrt. Während sie mit einer Hand ihre Krücken hielt,
schob sie mit der anderen ihren Slip über die Hüften und den Schenkel.
Den restlichen Weg zum Boden fand er von alleine. Dann stützte sie sich
mit den Krücken ab und stieg aus dem Slip. Mit Hilfe einer Krücke verlieh
sie den Slip nun solchen Schwung, dass ihn Thomas auffangen konnte.
Folgsam lehnte sie jetzt ihre Krücken an den Baum.

„Was weiter? Mach schnell, es wird dringend!“

„Nun bleibst du stehen wo du bist und lehnst dich an den Baumstamm.“

„Aber das geht doch nicht!“

„Nimm eine Hand und stütze dich ab.“

Bei Eva wurde es immer dringender. Wohl oder Übel folgte sie den
Anweisungen von Thomas. Ihr dämmerte auch schon, worauf er hinaus wollte.
Als sie nämlich jetzt am Baumstamm lehnte, war ihr Bein vom Körper
abgespreizt.

„So, nun das Kleid hoch und lass es laufen!“

„Nein Thomas, ich kann nicht! Lass mich dasselbe in der Hocke
versuchen.“ Warum war das plötzlich nur so umständlich, dachte sie. Sie
hatte genug davon, nur auf einem Bein herum hüpfen zu müssen. Es war ihr
als wäre das mit dem einen Bein bisher ein Spiel gewesen und sie wollte
es nun nicht mehr spielen. Sie versuchte in die Hocke zu gehen, mit einem
Bein ging das aber nicht so, wie sie es wollte. Als sie Gefahr lief
hinzufallen, richtete sie sich wieder auf. Missmutig raffte sie das kurze
Kleidchen hoch.

„Schau weg!“ herrschte sie Thomas an, doch er reagierte nicht. Evas Blase
drückte immer mehr. Langsam gab sie den Widerstand auf. Also lehnte sie
sich wie es ihr Thomas vorhin angesagt hatte an den Baum und fast schon
krampfhaft spreizte sie auch noch ihren Stummel zur Seite, wohl wissend,
dass sie damit kaum etwas veränderte. Sie schob mit Zeige- und
Mittelfinger ihre Schamlippen zur Seite, dass ihre Klitoris zwischen die
Fingern zu liegen kam. So hoffte sie, den Strahl einigermassen dirigieren
zu können. Der Strahl jedoch wollte und wollte nicht kommen. So sehr es
sie auch schon schmerzte, die Erlösung blieb ihr zunächst versagt. Da
schloss sie ergeben die Augen, warf ihren Kopf zurück und begann im
Geiste zu zählen um sich zu entspannen. Jetzt endlich wurde ihr
Erleichterung zuteil, und der Strahl ergoss sich auf den dunklen
Waldboden.

„Befriedigt?“ fragte sie Thomas, der sie die ganze Zeit beobachtet hatte.

„Ja, es war schön!“

Diese Worte drangen tief in Eva ein. Sie bemerkte dass dies, was sie als
Qual empfand, bei Thomas eine Erektion auslöste und ihr wurde klar, dass,
wollte sie Thomas behalten, sie die Behinderung in ihr Sexualleben
einbeziehen musste.

08

Thomas war schon längst zur Arbeit weggegangen und Eva, die sich noch
immer im Krankenstand befand, war alleine. Nachdenklich betrachtete sie
die Beinprothese. Sollte sie wirklich auf dieses Hilfsmittel verzichten?
Wenn sie die Prothese so verwenden könnte, dass sie ohne Krücken
auskommt, hätte sie die Hände frei. Das wäre ein Vorteil, auf den man
nicht verzichten kann, überlegte sie. Also schnallte sie noch einmal die
Prothese an, wie es ihr der Orthopäde gezeigt hatte. Aber schon die
Riemen, mit denen sie das Ding um ihre Hüften befestigen musste, waren
ihr höchst zuwider. Wäre ihr Beinstumpf ein wenig länger, hätte sie eine
Prothese bekommen, die sie nur auf den Stumpf aufstecken hätte brauchen.
Sie stand auf und wollte ein paar Schritte ohne die Krücken versuchen.
Aber es war ihr unmöglich ohne befürchten zu müssen, hinzufallen. Also
nahm sie doch die Krücken zu Hilfe. Mit etwas Übung, meinte sie, würde es
vielleicht dann auch ohne diese gehen. Doch auch jetzt empfand sie es als
mühselig, sich so fortzubewegen. Ein paar Mal ging sie im Zimmer auf und
ab. Besser gesagt, sie schleppte sich hin und her. Das Ding an der Stelle
ihres Beines war doch zu klobig und liess sich kaum dirigieren.

Den ganzen Vormittag hatte sie mit Ausdauer geübt. Sie hatte dieses und
jenes versucht um mit der Prothese besser zurechtzukommen. So sehr sie
auch übte und experimentierte, es war kein Erfolg zu erkennen. Mittags
resignierte sie endlich und schnallte das Ding wieder ab. Keinesfalls zu
früh, wie sie feststellen musste. Wohl hatte sie es die ganze Zeit schon
gemerkt, wie sehr die Riemchen ihre Haut aber bereits aufgerieben hatten,
konnte sie aber erst jetzt feststellen. Und auch am Beinstumpf waren böse
Flecken von Druckstellen wahrzunehmen. Frustriert von diesem Ergebnis
räumte sie die Prothese in die schmale Nische, die zwischen dem
Schlafzimmerkasten und der Wand war. Dort passte sie gerade hinein um
vergessen zu werden.

Den Nachmittag wollte Eva mit einem zweiten Experiment verbringen. Da es
nun ein Wunsch von Thomas war, dass sie zu Hause die Krücken so wenig wie
möglich verwendete, wollte sie herausfinden, wie lange sie ohne diese
auskommen könnte. Also liess sie ihre Krücken im Vorzimmer stehen und
hüpfte in die Küche, um sich eine Kleinigkeit zum Essen herzurichten.
Längst hatte sie die schmerzliche Erfahrung machen müssen, dass das
Stehen auf einem Bein noch weit anstrengender war als sie ohnehin
befürchtet hatte. Thomas hatte ihr daher einen hohen Hocker mitgebracht,
auf den sie nun bei der Küchenarbeit sitzen konnte. Nur musste er noch
Räder daran machen, damit sie bei der Arbeit auch mobil ist und sich mit
ihrem Bein hin schieben kann wo es eben gerade nötig ist, ohne die Arbeit
unterbrechen zu müssen.

Grossen Appetit hatte sie gerade nicht, darum kochte sie sich auch nur
eine Suppe aus dem Päckchen, die sie auch gleich in der Küche ass. Sie
hätte den Topf mit der Suppe auch gar nicht zum Esstisch bringen können
ohne bei ihrer Hüpferei gleich alles zu verschütten. Es war ein Dilemma.
Hüpfte sie, hatte sie die Hände frei um feste Gegenstände tragen zu
können, lose Dinge konnte sie so aber nicht mitnehmen. Beim Krückengehen
wiederum waren ihre Transportmöglichkeiten sehr beschränkt.

Während sie noch so philosophierte, läutete es an der Haustüre.
Entschlossen nahm sie diesen Test an. Wer immer auch draussen stand, sie
wollte es jetzt wissen, welche Reaktion es auslöst, wenn sie ohne Krücken
an der Tür war. Doch schon über die paar Stufen in der Diele, die zur
Türe hinunter führten, bereute sie ihren raschen Entschluss. Aber sie
schaffte die Hürde. Vorsichtig lugte sie durch den Türspion und sah
draussen ihre Freundin Edith stehen. Von ihr konnte sie eine ehrliche
Meinung erwarten. Ein wenig erleichtert schloss sie auf.

„Hallo Eva, wie geht es dir?“ begrüsste sie Edith gleich nachdem Eva die
Türe geöffnet hatte.

„Grüss dich Edith! Danke es geht schon,“ erwiderte Eva den Gruss. „Komm
doch herein, es freut mich, dass du Zeit für mich hast.“ Nachdem Edith
eingetreten war, liess Eva die Tür ins Schloss fallen, drehte sich um und
hüpfte bis zu den Stufen. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie Ediths
erstauntes Gesicht. Auf diese blöden Stufen hatte sie anfangs nicht
gedacht. Ohne Krücken musste sie sich nun mühsam hoch kämpfen. Mit beiden
Händen hielt sie sich an dem hölzernen Handlauf fest und hüpfte von einer
Stufe zur anderen bis sie oben war.

Jetzt konnte sich Edith nicht mehr halten: „Sag einmal, warum verwendest
du die Krücken nicht?“

„Es ist mir lieber so. Damit habe ich die Hände frei,“ schwindelte sie
Edith vor. Deutlich konnte sie Edith die Verwunderung ansehen. „Geh nur
voraus ins Wohnzimmer, ich mache dir Kaffee. Du willst doch Kaffee?“

„Ja bitte! Aber ich komme mit dir in die Küche.“

Eva füllte die Kaffeemaschine mit Wasser und Kaffeepulver. Währenddessen
fragte Edith nach, ob sie noch starke Schmerzen habe und wie sie so
zurechtkomme. Eva gab ihr wahrheitsgetreu Auskunft und richtete das
Geschirr, die Milch und Zucker her. Unaufgefordert trug Edith alles in
das Wohnzimmer. „Du kannst schon hinüber gehen,“ sagte sie zu Eva, „ich
bringe den Kaffee gleich.“

Als Eva an den Krücken vorbei musste, überlegte sie einen Moment, nach
ihnen zu greifen. Doch sie blieb bei ihrem Entschluss, sie wollte es
wissen.

„Du bietest ein Bild des Jammers,“ verkündete Edith auch sogleich nachdem
sie sich gesetzt hatte. „Es sieht ohnehin schon traurig genug aus, wenn
eine so hübsche, grosse Frau wie du nur ein Bein hat. Aber wenn du dich
dann auch noch mit deiner Fortbewegung so quälen musst, jagt es einem
Schauer über den Rücken!“

„Entschuldige, wenn ich dich erschreckt habe,“ Eva war ein wenig
verdattert.

„Nein, du brauchst dich doch nicht zu entschuldigen! Ich wollte dir
keinesfalls wehtun. Du musst natürlich das tun, was du für dich am
praktischsten hältst. Ich hätte nur geglaubt, dass du dir mit den Krücken
doch leichter tun würdest.“

„Edith, ich will ja erst herauskriegen, wie es für mich am besten ist.
Mit oder ohne Krücken, mich nervt es ohnehin schon, immer nur auf einem
Fuss herumzuhopsen. Ich weiss nicht, ob ich mich jemals daran gewöhnen
werde, dass mir auf der Strasse alle nach gaffen.“ Eva erzählte nun
Edith, wie das mit der Prothese war.

„Dabei hatte ich mich so auf die Prothese gefreut,“ meinte Eva. „Endlich
wieder anziehen können, was ich will! Aber daraus ist leider nichts
geworden.“

„Was hat die Prothese mit dem Anziehen zu tun?“ fragte Edith nach.

„Nun, ich trage ja gerne Kleider und Röcke. Aber hin und wieder wäre auch
eine Hose ganz zweckmässig.“

„Und was hindert dich, Hosen zu tragen?“

„Ich erinnere mich an meine Kindheit. Unser Nachbar hatte im Krieg ein
Bein verloren. Und so hat er das leere Hosenbein mit Sicherheitsnadeln am
Hosenbund befestigt. Mich schaudert bei dem Gedanken, auch mit einem
hochgeschlagenen Hosenbein herumzulaufen!“

„Aber das ist doch überhaupt nicht notwendig! Bringe doch gleich einmal
eine deiner Hosen,“ forderte Edith.

Eva hüpfte in das Schlafzimmer zum Kleiderschrank. Sie nahm die braune
Hose, die sie so gerne angezogen hatte, den Hosenanzug und zögernd griff
sie auch nach der Jean. Um die braune Hose anziehen zu können, musste sie
zuerst ihren Rock ablegen. Sie stand direkt vor Edith als sie den Bund
ihres Rockes öffnete und diesen zu Boden gleiten liess.

„Na viel ist von deinem Bein nicht übrig geblieben,“ stellte Edith dabei
fest.

„Hast du den Stummel noch nicht gesehen?“

„Als ich dich im Krankenhaus besuchte, war er noch ganz dick verbunden.
Mich wundert, dass du fast keinen Verband mehr darüber hast.“

„Ja. Gottseidank heilt wenigstens alles rasch und komplikationslos. Jetzt
kann ich mich auch wieder ordentlich baden. Das Waschen nur mit dem
Lappen war auch nicht das Wahre.“

„Rasierst du dein Schamhaar regelmässig?“

„Wieso weisst du?…“

„Na durch diesen dünnen Slip kann man es doch deutlich sehen! Nun hab
dich doch nicht so. Als ob wir noch nie zusammen nackt gewesen wären!
Komm, zeig mir wie das aussieht. Meiner liegt mir schon lange in den
Ohren, dass ich mich von ihm einmal rasieren lassen solle.“

Zögernd liess Eva den Slip hinunter und Edith befühlte ihre glatte Scham.
„Oh, ist das samtig! Juckt es nicht, wenn die Haare wieder nachwachsen?“

„Dann musst du sie eben gleich wieder rasieren.“

„Hast du dich mit Haaren besser gefühlt, oder hast du es nun so lieber?“

„Es war nur gleich nach dem Unfall, als ich im Krankenhaus auf die
Operation vorbereitet wurde: Da war es schon peinlich, allen meine glatte
Muschi präsentieren zu müssen. Auch nachher, bei jeder Visite, bei jedem
Verbandswechsel konnte ich mein Mäuschen nicht verbergen. Da sind auch
dann die Haare wieder nachgewachsen. Mit den Stoppeln muss es ganz
komisch ausgesehen haben. Und gejuckt hat es! Daher habe ich bei der
ersten sich bietenden Gelegenheit alles wieder abgeschabt.“

„Und Thomas hat es so lieber?“

„Es war sein Wunsch und seine Idee. Aber mittlerweile will ich es selbst
nicht mehr anders. Auch Thomas rasiert sich jetzt. Es ist ganz wunderbar,
ich fühle ihn jetzt viel besser!“

Nachdenklich befühlte Edith noch einmal Evas Scham. Sie tat es genau so,
wie sie Eva schon befühlt hatte, als sie noch zusammen zur Schule gingen.
Eva spürte, wie sie feucht wurde. Unwillkürlich spreizte sie ihren
Stummel ab. Dennoch kam sie auf ihrem Bein so ins Schwanken, dass sie mit
beiden Händen nach Ediths Kopf griff, um sich festzuhalten.

„Halte dich nur fest. Beneidenswert, wie schnell du anspringst! Was ich
da gerade sehe: Du kannst den Stummel ja bewegen!“ rief Edith erstaunt
aus.

„Ja, ein bisschen ist noch vom Schenkel übrig. Und das soll ich viel
bewegen, hat man mir im Krankenhaus empfohlen.“

„Na schön, zieh doch jetzt eine Hose zum probieren an.“ Edith riss sich
von ihren Betrachtungen los. Eva setzte sich wieder und zog sich zuerst
den Slip und dann die braune Hosen an. Währenddessen erkundigte sich
Edith, wo sie Schere und Nadeln finden könne und holte sich die Kassette
mit den Nähutensilien. Kurz entschlossen schnipselte sie das
überschüssige Hosenbein ab, schlug den Rest nach innen und steckte mit
Nadeln ab, was später genäht werden sollte.

„Na, was sagst du?“

Eva war vor den Schlafzimmerspiegel gehüpft und betrachtete die geplante
Änderung. „Ja, das könnte hinkommen,“ meinte sie. Also verfuhr Edith mit
dem Hosenbein des Anzuges ebenso. Blieb noch die Jean.

„Ich weiss nicht, ob wir sie auch… “ setzte Eva an.

„Warum zögerst du?“

„Sie ist sehr eng!“

„Na und?“

„Ich habe sie eigentlich immer nur Thomas zuliebe angezogen. Er findet es
geil, dass man durch diese Hose meine Schamlippen erkennen kann.“

„Na dann zieh sie doch schon an!“

„Meinst du, dass es gut aussieht, wenn es mittlings die Schamlippen
durchdrückt und daneben schwabbelt ein Beinstummel?“

„Da wird nichts schwabbeln. Auch um deinen Stumpf wird sich die Hose ganz
eng anschmiegen. Wir müssen nur auf die Nähte aufpassen, damit dich
nichts drückt. Du wirst in dieser Jean so gut aussehen wie eh und je.“

Also zwängte sich Eva in die Jean.

09

„Bist du bald fertig mit dem Rasieren?“ fragte Eva. Thomas machte seine
Morgentoilette gewissenhaft wie immer und daher langsam. Eva wurde leicht
nervös. Heute war der erste Tag nach ihrem Unfall, an dem sie wieder ihre
Arbeit in der Bank aufnehmen sollte. Die Blicke, die man ihr heimlich
oder auch ganz offen nachwerfen würde wenn sie mit ihren Krücken
aufkreuzte, fürchtete sie auch so schon genug. Da wollte sie ihr
wenigstens Äusseres so gut als möglich pflegen.

Endlich fuhr sie Thomas, der sich dafür frei genommen hatte, mit seinem
Wagen zur Bank. Dort drückte er ihr einen Kuss auf die Lippen und sie
stieg aus dem Auto. „Nur Mut!“ rief er ihr noch nach da er wusste, mit
welch gemischten Gefühlen sie das Gebäude betreten würde. Innerlich
wünschte er ihr viel Glück während er ihr nachsah. Er blickte seiner Frau
nach. Das dunkelblaue Kostüm war ihrer engen Taille angepasst und der
kurze Rock brachte ihr schlankes Bein gut zur Geltung. Thomas hatte ihr
die Krücken in der Farbe ihres Kostüms lackieren lassen. Lediglich die
umgehängte Tasche störte ein wenig das ansonsten durchaus ästhetische
Erscheinungsbild.

Eva betrat die Kassenhalle wie immer und rief ihren schon anwesenden
Kollegen einen Morgengruss zu, der von überall, oft mit einem ergänzenden
„endlich wieder zurück?“ oder ähnlichem, ergänzt wurde. Sie spürte, wie
alle Blicke ihr folgten und bemühte sich, auf ihren Krücken so sicher wie
möglich zu wirken.

Nicht, dass sie sich in den zehn Wochen ihrer Genesung nicht um die Bank
gekümmert hätte. Herr Gehrer, ihr Stellvertreter, hatte sie telefonisch
immer auf dem Laufenden gehalten und sie auch einige Male zu Hause
besucht, um wichtige Akten zu bringen und ihre Zustimmung zu grösseren
Transaktionen einzuholen. So wusste sie nun, dass sich bereits für morgen
der gefürchtete Rechnungsprüfer, Herr Dr. Blank, angemeldet hatte. Eva
konnte diesem zwar reinen Gewissens entgegenblicken, stürzte sich aber
dennoch sofort in die Arbeit, damit sie morgen jeder Frage Rede und
Antwort stehen konnte. Viel mehr fürchtete sie Herrn Blanks
Aufdringlichkeit. Das heisst, sie fürchtete diese nicht, es war nur
unangenehm, wie er immer wieder eine gewisse Distanz unterschritt und
sich keine Gelegenheit entgehen liess, einen Blick in das Dekolleté zu
werfen. Aber das musste sie wohl hinnehmen, Dr. Blank war so etwas wie
das Zünglein zwischen Sein oder Nichtsein.

Pünktlich um zehn Uhr am nächsten Morgen erschien dann auch schon Herr
Dr. Blank in ihrem Büro und begrüsste Eva mit kurzen Worten. Er stutzte,
denn er war es nicht gewohnt, dass man bei seinem Eintreten am Sessel
sitzen blieb. Eva holte telefonisch Frau Holger zu ihrer Unterstützung
herbei.

Dr. Blank breitete inzwischen auf dem Besuchertisch seine Sachen aus und
begann umgehend in seiner pedantischen Art die Kontrolle der Bankstelle.
Das Eintreten von Frau Holger nützte Eva. Sie stand auf und stellte sich
vor ihrem Schreibtisch.

Dr. Blank sah von seinem Platz auf. „Ach ja,“ sagte er, „ich habe von
ihrem Unfall gehört.“ Das war alles, was er dazu zu sagen hatte. Oder
nein, es war doch nicht alles. Diesmal kam er Eva während der ganzen
Prüfung kein einziges Mal zu nahe. Die Tatsache, dass sie nur mehr ein
Bein hatte genügte, um von Dr. Blank offensichtlich aus seiner Kategorie
attraktiver Frauen gestrichen zu werden. Eva konnte das nur recht sein.

Wichtig war nur, dass er ausser einer Unterschrift auf einem
nebensächlichen Lieferschein, die jemand leistete ohne dazu berechtigt zu
sein, nichts zu beanstanden hatte. Und als er sich dann am Abend endlich
von ihr verabschiedet hatte, da lag ein Kuvert auf ihrem Schreibtisch,
das ihr Dr. Blank überreicht hatte. Als Dank und Anerkennung der
Landesdirektion für ihren Einsatz, wie er dazu sagte. Eva öffnete den
Umschlag und entnahm ihm Papiere und Schlüssel zu ihrem neuen Firmenwagen
mit Automatikgetriebe.

10

Als Eva die Wohnungstür hinter sich zu machte, meinte sie, einen
erfolgreichen Tag hinter sich zu haben. Aber der Tag war noch nicht zu
Ende. Sie lehnte die Krücken zur Garderobe und hüpfte in das Wohnzimmer.
Dort liess sie sich in die Kissen der Wohnlandschaft fallen und
entspannte sich erst einmal. Sie war zu Hause. Im Geist ging sie den Tag
noch einmal durch und erst jetzt wich der Druck, der durch die
Überprüfung ihrer Bankstelle auf ihr gelastet hatte. Ihre Befürchtungen
waren umsonst, wie sie erleichtert feststellte. Auch während ihrer langen
Abwesenheit war alles ordentlich gelaufen. Ihre Mitarbeiter hatten ganz
in ihrem Sinne weitergearbeitet. Sie konnte sich ohne weiteres
zugestehen, trotz ihres geringen Alters von der Belegschaft anerkannt zu
werden. Ja, ohne überheblich werden zu wollen: Sie war erfolgreich. Sie
hatte bewiesen, die Bank fest im Griff zu haben. Und noch einen Erfolg
konnte sie verzeichnen: Sie hatte ihre ersten offiziellen Arbeitstage
nach ihrem Unfall ohne irgendwelche Zwischenfälle bewältigt. Natürlich
wurde sie allerorten mehr oder weniger taktvoll gefragt, wie sie auf
einem Bein zurechtkomme und warum sie keine Prothese verwendet. Aber
schon am zweiten Tag war das kaum mehr ein Thema. Sie sass da in den
Polstern ihrer Sitzecke und es war ihr, als würde eine grosse Last von
ihr abfallen.

Sie wusste nicht, wie lange sie so dasass, als sie die Haustüre hörte.
Thomas kam heim. „Wer zu Hause?“ rief er und Eva antwortete aus dem
Wohnzimmer. Er stellte seine Tasche im Vorzimmer ab, kam herein und
setzte sich Eva gegenüber. „Na, wie war dein Tag?“ fragte er sie.

„Danke, es lief prima!“ Dann erzählte Thomas auch schon von seinen
Erlebnissen. Sie liess ihn gewähren, hörte zu, nur dann und wann eine
Frage einwerfend um das Gespräch in Gang zu halten.

Während Thomas erzählte, trat ihm sein Gegenüber mehr und mehr in das
Bewusstsein. Sie gefiel ihm, aber heute, so war ihm, sah sie besonders
gut aus. Ihm wurde bewusst, immer nur von seinen Erlebnissen zu
berichten. Abrupt bremste er sich ein.

„Ging deine Überprüfung OK?“ wechselte er das Thema.

„Du, es lief alles prima!“

„Und Dr. Blank? Wie war er?“

„Korrekt wie immer, zumindest was das Geschäftliche anbelangt.“

„Sonst war er nicht korrekt? War er wieder so unangenehm wie du
befürchtet hattest? Oder wurde er gar zudringlich?“

„Aber wo, keineswegs! Zuerst hat ihn mein Herumhüpfen ein wenig
irritiert. Aber an einbeinigen Frauen scheint er kein Interesse zu haben.
Ich glaube ich weiss jetzt, wie einem Mann bei der Kontrolle durch ihn
zumute ist.“

„Dabei bist du heute besonders attraktiv,“ gab Thomas dem Gespräch eine
neue Wendung.

„So, findest du?“

„Ja Eva. Bitte steh auf, ich will dich sehen!“ Sie stand auf und stützte
sich auf die Lehne der Bank.

„Komm, ich will dich sehen! Zieh dich aus, du weisst schon, so, dass ich
dir zusehen kann!“

„Aber Thomas! Mit einem Bein will einem doch keiner mehr als Stripperin!“

„Doch! Ich will sehen wie du es machst. Fang an!“

„Ich weiss nicht ob es überhaupt geht!“

„Fang endlich an!“ Thomas hatte die Musik leise angestellt und begann
sich zu entkleiden. Eva war zwar müde und abgekämpft, aber die
Aufforderung von Thomas entfachte in ihr ein Glücksgefühl und verlieh ihr
neue Frische. Er wollte sie immer noch sehen beim Ausziehen! Auch jetzt,
mit nur einem Bein! Also hopste sie auf die andere Seite des Tisches wo
sie früher immer stand, wenn Thomas sich einen Striptease wünschte. Dabei
hielt sie sich so gut es ging an den Lehnen der Sitzlandschaft fest. Das
letzte Stück musste sie hüpfen ohne sich festhalten zu können. Bei den
Fauteuils blieb sie vorerst stehen, sich wie zufällig mit zwei Fingern
ihrer rechten Hand abstützend um das Gleichgewicht etwas besser zu
beherrschen. Eva lächelte Thomas an, unsicher, ob ihm gefallen würde, wie
sie auf ihrem einzigen Bein leicht wankend vor ihm stand. Sie dachte
daran, wie wichtig ihre hübschen Beine für Thomas waren und hoffte
inständig, dass er sie nun auch mit nur einem Bein akzeptieren würde.

„Eva, du bist schön wie eh und je,“ hauchte Thomas, „bitte zieh dich
aus.“

Eva pochte das Herz bis zum Hals. Sie war selig, ein Stein fiel ihr vom
Herzen.

„Thomas, was immer du auch willst, ich werde dir gehorchen,“ versprach
sie im Taumel der Gefühle. Sie legte ihr Kostümjäckchen ab und begann,
die Bluse aufzuknöpfen. Heftig hob und senkte sich ihr Busen und Eva
hätte selbst nicht sagen können ob das auf die eben erfolgte Anstrengung
durch das Hüpfen zurückzuführen sei, oder auf ihre Aufregung, die ihr
Thomas Ansinnen verursachte.

„Tanze!“ rief jetzt Thomas.

„Aber Thomas, ich kann doch nicht mehr tanzen!“

„Versuche es.“ Um zu gehorchen kreiste Eva mit ihrem Becken, musste sich
aber gleich wieder an der Stuhllehne abstützen, als sie durch die
Bewegung das Gleichgewicht verlor.

„Weiter, tanze weiter!“ rief Thomas. Eva ging, soweit es ihre Kondition
zuliess, in die Hocke und hüpfte auf ihrem Bein, während sie den
Büstenhalter löste. Ihre kleinen, aber vollen Brüste hüpften mit. Sie
öffnete die Schliesse ihres Rockes, liess ihn zu Boden gleiten und sprang
mit einem Satz aus dem am Boden liegenden Rock heraus. Jetzt noch der
Slip. Tanzen hin oder her, Eva hörte auf zu hopsen und steckte die
Mittelfinger beider Hände unter das Gummiband, welches ich Höschen hielt.
Sie spürte die glatte Haut ihrer Möse. Lust durchströmte ihren Körper,
sie hatte Verlangen nach mehr. Eva schloss die Augen. Ihr Mund öffnete
sich leicht. Ihre Hände fuhren hinüber an die Beckenknochen, die Finger
fuhren noch weiter unter den Slip und tasteten sich abermals zum Zentrum
ihrer Lüsternheit vor. Rein gefühlsmässig, ohne dass man es wirklich
merken konnte, streckte sie den kleinen Stummel ihres amputierten
Schenkels ganz von sich um besser stehen zu können und neigte ihren
Oberkörper nach vorne. Ihre Brüste wurden dadurch noch praller und
straffer. Thomas spürte das Blut in seinen Schläfen pochen. Der Stummel
ihres Schenkels ertastete die Lehne des Fauteuils und sie stützte sich
darauf ab um nun besser stehen zu können.

„Streif den Slip ab!“ befahl er und Eva tat wie ihr geheissen. Aber noch
während der Slip das Bein hinab glitt, kehrten ihre Finger wieder zurück
zu den dicken, warmen Wülsten, die ihre Spalte beschützten. Fahrig
glitten sie über den unbehaarten, Venus geweihten Hügel um gleich darauf
wieder die Schamlippen zu massieren, die ihre Spalte noch geschlossen
hielten. Thomas hielt es nicht mehr länger aus, er sprang von seinem Sitz
auf. Während er zu Eva hinüber eilte, wippte sein mächtig aufgebäumter
Schwanz bei jedem Schritt. Er legte seinen Arm um Evas Schulter und der
Zeigefinger der anderen Hand tastete sich nun ebenfalls über Evas Bauch,
befühlte die glatte Haut ihres Schamhügels und seine Finger wollten schon
die Schamlippen teilen, als er es sich anders überlegte. Er legte seine
Hand auf Evas Stummel und schob sie langsam zur Leiste. Von dort drückte
er sanft seinen Daumen gegen ihre Schamlippe. Instinktiv presste Eva
ihren Schenkel wie zum Schutz gegen ihre Möse, da war aber nichts, womit
sie pressen konnte. Ihr Stummel war zu kurz um die Schenkel übereinander
schlagen zu können. Wieder spürte sie das Blut in ihrem Stummel pochen,
ihr Knie wurde weich, sie war nicht mehr imstande, auf ihrem Bein zu
stehen und vertraute sich vollends Thomas Arm an.

Inzwischen war Thomas mit zwei Fingern in sie eingedrungen und massierte
mit dem Daumen ihre Klitoris. Eva war voll Verlangen, ihre Säfte
strömten. Sie schrie auf, als Thomas sie mit den beiden Fingern in ihrer
Futz hochhob und zum Bett hinüber trug. Obwohl es ein süsser Schmerz war,
der ihren Bauch durchzuckte und Thomas die Finger wieder heraus zog um
sie besser die paar Stufen zum Schlafzimmer hoch tragen zu können, so war
es doch ein Schmerz und sie fühlte ihn noch als sie schon längst im Bett
lag. Ungestüm stach Thomas nun mit seinem Schwanz in sie hinein,
es ihr wie eine Erlösung, endlich diesen heissen Kolben in ihrem Bauch zu
spüren.

11

So sehr es Eva gefallen hätte, sie konnte sich nach dem langen
Krankenstand nicht schon wieder einen Tag frei nehmen. Thomas hatte sie
zwar gelöchert, aber da war nichts zu machen. Dienst ist Dienst. Gerne
hätte sie seinen freien Tag mit ihm verbracht, aber jetzt musste sie an
ihre Stellung in der Bank denken. Schliesslich verdiente sie dort mehr
als Thomas in der Fabrik und das Geld konnten sie gut gebrauchen.

„Thomas, ich habe eine Bitte: Wenn du mich dann zur Bank fährst, könnte
ich endlich die Tiefenbachia mitnehmen. Würdest du sie mir
transportieren?“

„Naja, muss ich ja wohl. Auch wenn du noch alle zwei Beine hättest,
könntest du diesen riesigen Blumenstock kaum tragen.“

„Dann komm bitte, ich will heute schon etwas früher im Büro sein. Ich
muss mich noch auf die Eröffnung dieser Vernissage vorbereiten. Du weisst
schon, weil sie von unserer Bank gesponsert wird, soll ich die
Eröffnungsrede halten.“

Flugs verschwand Eva im Bad um sich zu stylen. Thomas rückte seinen Stuhl
zurecht, um sie gleich sehen zu können, wenn sie aus dem Bad kommt. Er
fand seine Frau sehr elegant, wenn sie wie heute das dunkelblaue Kostüm
an hatte. Er war überhaupt der Meinung, dass Eva eine
überdurchschnittlich hübsche Frau ist. Während er darüber
gedankenverloren sinnierte, kam Eva aus dem Bad und angelte sich die
Krücken, die sei im Vorzimmer abgestellt hatte. Sie kam auf Thomas zu.

„Eva, was hältst du davon, wenn ich mehrere Paar Krücken besorge und sie
in verschiedenen Farben lackiere? Dann kannst du dir immer die aussuchen,
die am besten zu deiner Kleidung passen.“

„Eine fabelhafte Idee! Das würdest du für mich tun?“

„Ja, wenn du willst, mache ich das gleich heute. Dann weiss ich schon,
wie ich den Tag verbringe.“

„Fein, Thomas. Aber nun rasch mit dem Blumentopf ins Auto. Ich halte dir
die Türen auf.“

Thomas schleppte die riesige Tiefenbachia hinaus zum Auto und stellte sie
vor dem Beifahrersitz, da sie sonst nirgends Platz hatte. Also verdrückte
sich Eva auf die Rücksitzbank.

Es musste noch sehr früh sein, denn sie waren die ersten, die in der Bank
eintrafen. Eva schloss die hintere Eingangstüre auf und verschloss sie
gleich wieder, nachdem sie eingetreten waren. Mit dem Lift erreichten sie
das Stockwerk, in dem Evas Büro war. Thomas zerrte den Topf heraus und
schlug sich dabei den Knöchel seiner Hand blutig.

„Armer Kerl,“ sagte Eva, „komm, ich werde dich verarzten.“

Doch zuerst brachte Thomas die Tiefenbachia noch auf ihrem neuen Platz.

„So, danke Thomas. Meinst du nicht auch, dass mein Büro nun nicht mehr so
unpersönlich wirkt?“

„Ja, sie passt gut hierher. Da kann sie auch noch wachsen,“ antwortete
Thomas.

„So Liebling, aber nun suchen wir ein Pflaster! Komm mit.“

Sie führte Thomas zum Waschraum, wo er sich zuerst das Blut abwusch. Eva
entnahm dem Sanitätsschrank ein Heftpflaster, als ihr Telefon läutete.
„Kommst du alleine zurecht?“ fragte sie und eilte ohne die Antwort
abzuwarten in ihr Büro. Thomas verband die kleine Wunde und wollte das
Schränkchen schliessen, als sein Blick auf eine Rolle mit extra breitem
Heftpflaster fiel. Er rollte eine Handlänge davon ab, schnitt mit der
Schere auf beide Enden eine Rundung und heftete den Streifen lose auf die
Innenfläche seiner Hand. Dann kehrte er in Evas Büro zurück. Eva sagte
noch einige Sätze am Telefon und legte auf. Offenbar ging es um die
Vernissage.

„Habe ich mich schon bedankt?“ fragte Eva. „Hast wieder was gut bei mir.
Aber nun musst du mich aber alleine lassen. Höchste Zeit, mit meiner
Arbeit zu beginnen, sonst hätten wir nicht schon so bald herkommen
müssen.“

„Wie kommst du zu dieser Vernissage?“

„Das Stück werde ich einfach gehen. Es ist schön und warm heute, ich
freue mich schon darauf, ein wenig an die frische Luft zu kommen.“

„Wo findet sie denn statt?“

„Im Hotel Burger, gleich über den Fluss. Es ist nicht weit.“

„Na gut, wenn du gerne gehst. Sonst hätte ich dich gefahren.“

„Lieb von dir. Aber ein wenig gehen schadet mir nicht. Ich muss ohnehin
noch kräftiger werden in den Armen.“

„Da wäre dann noch etwas,…“ Thomas legte seinen Arm und Eva und küsste
sie. Auch Eva legte ihre Arme um Thomas. Seine Hände tasteten nach unten
und zogen Evas Rock hoch.

„Thomas, nicht jetzt, es kann jeden Augenblick wer kommen!“

Mit einer schnellen Bewegung der Hände streifte er Eva ihren Slip ab.

„Thomas, was machst du? Zieh mich wieder an!“ Eva war nicht im Stande,
ihren Slip selbst wieder aufzunehmen. Er aber streifte den Slip vollends
hinunter und gab Eva einen leichten Schubs, so dass sie zur Seite hüpfen
musste, um das Gleichgewicht zu erhalten. Dann nahm er dieses winzige
etwas und steckte es ein.

„Ich kann doch nicht ohne Slip zu dieser Vernissage gehen! Überhaupt, wie
stellst du dir das vor, soll ich den ganzen Tag ohne Höschen sein?“

„Nein, natürlich nicht. Setze dich auf den Schreibtisch und spreize die
Beine.“ Eva tat in ihrer Verwunderung wie befohlen. Jetzt nahm Thomas das
Heftpflaster von seiner Handinnenfläche und klebte damit sorgfältig Evas
Schlitz zu.

„Aber das geht doch nicht! Thomas, sei vernünftig! Ich werde doch auch
einmal aufs Klo müssen. Wie soll den das gehen?“

„Dann entfernst du eben vorübergehend das Pflaster. Aber wenn du abends
nach Hause kommst, werde ich überprüfen, ob es noch da ist.“

„Und wenn nicht?“

„Dann gibt es eine Strafe! So, nun übe deine Rede noch einmal. Tschüs,
Eva!“ Er drückte ihr noch einmal einen Kuss auf ihren Mund und verliess
das Büro.

„Warte, du kannst nicht hinaus, ich muss dir aufschliessen.“

„Nicht nötig, eben sah ich Frau Holger ihren Wagen abstellen.
Wiedersehen!“

Eva setzte sich auf ihren Bürostuhl und betastete den Streifen zwischen
ihren Beinen. Er hatte ihr die Möse einfach zugeklebt! Sie überlegte, den
Streifen gleich zu entfernen. Noch ehe sie aber dazu kam, hörte sie die
Lifttüre. Rasch brachte sie ihre Kleidung in Ordnung.

„Guten Morgen!“ tönte es auch schon von der Türe her und Frau Holger
steckte ihren Kopf herein. „Eben habe ich ihren Mann hinaus gelassen. Ah!
Hat er ihnen endlich ihre Tiefenbachia gebracht! Ein schönes Stück, passt
gut herein.“

Eva hatte keine Zeit mehr noch weiter nachzudenken, was sie mit den
Heftstreifen auf ihrer Möse machen solle. Da sie sich auch kaum noch ein
Höschen besorgen konnte, liess sie ihn einstweilen kleben. Das
Tagesgeschäft nahm sie in Anspruch.

Fast hätte sie sich zu viel zugemutet. Der Weg über die Brücke war doch
weiter als sie geglaubt hatte. Nachdem sie die bereits Anwesenden
begrüsst hatte war sie froh, dass man ihr einen Stuhl anbot. Erschöpft
liess sie sich darauf nieder, doch fest entschlossen, auch den Rückweg zu
Fuss zu machen.

Der Leiter des örtlichen Kulturamtes begrüsste offiziell die geladenen
Gäste. Er bedankte sich für das Sponsoring der Bank und übergab Eva das
Wort. Jetzt war der Augenblick gekommen, den sie etwas gefürchtet hatte.
Sie war furchtbar böse auf Thomas. Wie konnte er ihr nur den Slip
wegnehmen? Natürlich würde niemand etwas davon bemerken. Aber schon als
sie sich vorhin niedersetzte, kontrollierte sie genau ihren Rock. Durch
das fehlende Bein blieb immer ein kleines freies Stück neben ihrem
Schenkel, und Eva fürchtete, dass doch jemand hinter ihr Geheimnis kommen
würde. Als sie jetzt das Wort erhielt, stand sie vorsichtig auf und begab
sich zum Rednerpult. Das Rednerpult! Eva hatte erwartet hinter einem Pult
zu stehen, welches ihren Mangel verdeckte. Dieses aber war eher ein
Notenständer, gerade stark genug, dass sie sich daran festhalten konnte.
Für ihre Krücken war aber kein Platz. Diese reichte sie dem
Kulturamtsleiter, der sie während ihrer Ansprache verwahrte. Sie
versuchte sich zu konzentrieren, verscheuchte immer wieder, was ihre
Gedanken störte. Doch immer wieder kam ihr in den Sinn, dass das Publikum
vielleicht doch mehr auf ihr einziges Bein starrte als auf die Worte zu
harren, die sie zu sagen hatte. Und ausgerechnet jetzt, wo sie still zu
stehen hatte, begann das Heftpflaster auf ihrer Spalte zu jucken. Es war
verrückt von ihr gewesen, es nicht zu entfernen, dachte sie.

Sie spulte ihren Text ab und war erleichtert, als der Applaus ertönte.
Der Kulturamtsleiter gab ihr ihre Krücken zurück, und Eva flüchtete zu
ihrem Stuhl. Während der Künstler sein Werk vorstellte, konnte sie ein
wenig ausruhen. Doch kaum war er fertig, machte sie sich auf den Weg zur
Toilette.

Nicht, dass sie gemusst hätte. Sie wollte nur endlich diesen lästigen
Klebestreifen abnehmen. Aber in der Zelle zuckte sie doch noch einmal
davon zurück. Zwar hätte sie nur allzu gerne gewusst, wie Thomas sie
bestrafen würde, doch entschied sie sich, den Streifen doch an seinem
Platz zu lassen. Sie fuhr mit den Fingern über die zusammengeklebten
Schamlippen um den Juckreiz etwas zu dämpfen und begab sich wieder hinaus
zu den anderen.

Inzwischen war das Buffet freigegeben. Es ging gegen 13 Uhr und Eva
verspürte auch schon Hunger. Also stellte sie sich auch in die Reihe. Sie
nahm einen Teller und suchte immer einen freien Platz am Buffet, wo sie
ihn hinstellen und mit den Speisen füllen konnte. Aber auch das längste
Buffet ist einmal zu Ende und Eva überlegte, wie sie nun Ihren Teller zu
einem der Tische befördern konnte.

„Gestatten sie, dass ich ihnen helfe?“

Sie hatte sich die ganze Zeit mit dem Herrn, welcher sich hinter ihr am
Buffet bediente, unterhalten. Es war ein guter Kunde und sie kannte ihn,
seit sie bei ihrer Bank angestellt war. Er griff nach ihrem Teller und
Eva folgte ihm zu einem freien Platz bei den Tischen, die eigens für das
Essen aufgestellt worden waren. Er stellte ihren Teller neben den seinen
und so kam sie auch neben ihm zu sitzen. Unweigerlich stellte er die
Fragen, die Eva in letzter Zeit schon so oft beantworten musste: „Wie war
das mit ihrem Unfall?“ und „Warum verwenden sie keine Prothese?“ Fast
schon mechanisch beantwortete sie die Fragen die zumeist mit der
Feststellung endeten: „…vielleicht würde ich mit einer Prothese besser
aussehen, aber glauben sie mir, so ist es für mich besser.“

„Besser aussehen? Ich halte sie jetzt erst recht für äusserst attraktiv!
Was sagen sie dazu?“

„Sagt mein Mann auch immer!“

„Ach, sie sind verheiratet? Wusste ich gar nicht. Der Rest ihres Beines
ist also so kurz, dass sie keine Prothese verwenden können?“

„Verwenden könnte ich schon eine, aber ich könnte dennoch nicht ohne
Krücken gehen.“

„Wie auch immer, glauben sie mir, sie sind eine äusserst attraktive
Erscheinung!“

Mit diesen Worten legte ihr Gesprächspartner seine Hand auf Evas Stummel.
Oder zumindest dorthin, wo er ihn vermutete. Eva wurde mulmig. Wie würde
er reagieren, wenn er ertastete, dass sie kein Höschen trug?

„Mein Herr, sie gehen zu weit! Ich sagte ihnen, ich bin verheiratet, und
zwar glücklich! Und so soll es bleiben.“

„Schade, ich habe ihnen gute Geschäfte zukommen lassen. Ich meine, ein
wenig könnten sie sich erkenntlich zeigen.“ Ungerührt betastete er Evas
Stummel weiter. Eva befand, dass es Zeit war, aufzustehen.

„Danke, dass sie mir geholfen haben. Sie sind wirklich noch ein Kavalier
der alten Schule! Entschuldigen sie mich jetzt, bitte.“

Sie sah auf die Uhr. Es war ohnehin schon Zeit, zur Bank zurückzukehren.
Sie hing sich ihre Tasche um und begann, sich von den Gästen zu
verabschieden. Aber so schnell ging das nicht. Während sie die
Verabschiedungstour ablaufen liess, wurde sie noch mehrmals aufgehalten
und in Gespräche verwickelt. So war es dann halb drei, als sie das Hotel
endgültig verliess.

Draussen war es sonnig und warm, und Eva fand damit ihre Entscheidung
bestätigt, zu Fuss in die Bank zurückzukehren. Mehrere Angebote, sie mit
dem Wagen zurückzubringen, hatte sie ausgeschlagen. Ihre Gedanken weilten
bei dem eindeutigen Angebot ihres Kunden, als sie zur Brücke einbog. Hier
blieb sie erst einmal stehen um etwas auszuruhen. Diese lange Gerade über
den Fluss! Eva merkte, dass der Tag für sie anstrengend gewesen war, sie
war müde. Aber sie hatte sich entschieden! Also nahm sie die restliche
Distanz zur Bank in Angriff.

Sie war der einzige Passant auf der Brücke. Auch Autos fuhren kaum welche
vorbei. Eva glaubte das frische Wasser des Flusses zu riechen. In der
Mitte der Brücke blieb sie stehen und beobachtete eine Weile das grüne
Wasser, das zischend unter ihr durch schoss. Dann setzte sie ihren Weg
fort.

Vom anderen Ende der Brücke sah sie jetzt zwei Rollschuhfahrer rasch
näher kommen. Ehe sie sich noch entschliessen konnte, auf welche Seite
des Gehsteiges sie ausweichen sollte, zischten die beiden auch schon
links und rechts an ihr vorüber. Wie ein altes Weib kam sich Eva vor, sie
hatte gefürchtet, über den Haufen gefahren zu werden. Sie stellte fest,
noch recht unsicher auf einem Bein unterwegs zu sein. Noch während sie
sich über ihre Unsicherheit ärgerte, hörte sie die Inline-skater nun von
hinten kommen. Sie beschloss, nun ebenfalls nicht auszuweichen. Doch
während sie diesmal vorbei brausten, entrissen sie Eva ihre Krücken.
Derart überraschend ihrer Stützen beraubt, verlor Eva das Gleichgewicht
und stürzte zu Boden… Die Skaterfahrer blieben stehen und hielten ihre
Krücken wie Trophäen in die Höhe.

„He, steh auf wenn du kannst!“ rief der Eine. Eva sah zwei Halbwüchsige
auf sie herunter schauen. Mein Gott, dachte sie, hoffentlich sehen die
nicht noch mehr: Bei dem Sturz war ihr Rock in die Höhe gerutscht

„Na, was ist? Kommst du hoch ohne deine Stecken?“ setzte der Andere nach.

„Los, gebt die Krücken zurück!“ Eva versuchte ihrer Stimme einen festen
Ton zu geben. Sie wusste, dass die beiden, solange sie da auf dem Boden
lag, keinen Respekt vor ihr haben würden. Andererseits wollte sie ihnen
das Schauspiel ihres mühsamen Aufrappelns auch nicht bieten. Warum kam
gerade jetzt kein Auto vorbei?

„Verschwindet, ihr Dreckskerle!“ schrie sie ihnen in ihrer Verzweiflung
zu.

„Aber, aber, wir dachten du wärst etwas Feines! Na dann eben nicht.“ Wie
auf Kommando warfen sie die Krücken über das Geländer in den Fluss und
rauschten ab.

Eva war wie erstarrt. Was sollte sie jetzt nur ohne ihre Krücken machen?
Na wenigstens waren die beiden erst einmal verschwunden und quälten sie
nicht weiter. Eva rutschte zum Geländer und zog sich daran hoch. Endlich
kamen ein paar Autos, Eva winkte, doch keines blieb stehen. Sie war
völlig verzweifelt. Es blieb ihr nichts anderes übrig, so schien ihr, als
den verbleibenden Weg zur Bank zu hüpfen. Also nahm sie die Strecke in
Angriff. Doch schon nach zehn, zwanzig Metern zwang sie die ungewöhnliche
Anstrengung dazu, sich am Geländer festhalten. Aber sie musste weiter.
Just in dem Moment hielt ein Taxi neben ihr.

„Kommen sie, steigen sie ein,“ rief ihr die Fahrerin zu, während sie aus
dem Wagen sprang und auf Eva zu eilte. Sie nahm Eva beim Arm und führte
sie zum Auto, öffnete die Tür und half ihr beim Einsteigen.

„Sie werden doch nicht immer nur hüpfend unterwegs sein,“ fragte sie Eva,
„wo haben sie ihre Prothese?“

„Ich verwende keine Prothese.“ Eva erzählte von ihrem Erlebnis.

„Das war ja ein richtiger Überfall! Soll ich sie zur Polizei bringen?“

„Nein, bitte bringen sie mich nach Hause.“ Eva sagte ihre Adresse an.

„Sie sollten aber Anzeige erstatten. So etwas darf man nicht dulden!“

„Ich will nur nach Hause!“

„Ja, das kann ich verstehen.“ Den Rest der Fahrt verbrachten sie
schweigend.

„Was macht das?“ fragte Eva als sie vor dem Haus angekommen waren.

„Aber, ich bitte sie! Das war doch eine Hilfeleistung! Ich hatte den
Taxameter nicht angestellt. Kommen sie, ich bringe sie noch bis zur
Haustüre.“

Eva bedankte sich und war froh, dass sie ihr die paar Stufen zur Haustüre
hinauf half. Die Taxifahrerin fragte, ob sie ihr noch weiter helfen
solle. Eva lehnte dankend ab und das Taxi fuhr davon.

Als erstes läutete sie erst einmal an der Türe, damit Thomas kommt und
ihr hilft. Dann kramte sie die Schlüssel aus ihrer Tasche und schloss
schon einmal auf. Thomas schien nicht zu Hause zu sein, denn er kam nicht
zur Tür. Also musste Eva auch die Stufen im Vorraum alleine überwinden.
Jetzt erst merkte sie, dass sich ihre Blase schon die ganze Zeit
bemerkbar machte.

Sie hüpfte in die Toilette und setzte sich. Irgendwie war sie durch die
Ereignisse völlig durcheinander. Dass sie keinen Slip trug, erinnerte sie
nicht an den Umstand den Schlitz verklebt zu haben. Als ihr auch das
wieder einfiel, war es zu spät. Sie konnte den Strahl nicht mehr
zurückhalten. Mit enormen Druck suchte er sich einen Weg ins Freie.
Überall spritzte ihr Urin herum und Schenkel und Stummel trieften von dem
gelben Wasser. Nur dem Umstand, dass sie ihren Rock immer ganz nach oben
schob war es zu verdanken, dass nicht auch noch die Kleidung beschmutzt
wurde. Aber die Klobrille war voll und am Boden bildete sich eine riesen
Lache. Beherzt riss sie nun das Heftpflaster von ihrer Möse. Doch da sie
sich schon drei Tage nicht mehr rasiert hatte, war das Pflaster mit den
nachgewachsenen Haarstoppeln völlig verklebt und ein Schmerz durchzuckte
ihren Unterleib, der das Wasser neuerlich zum Fliessen brachte. Jetzt war
auch ihre Hand klitschnass.

Eva hüpfte hinüber zum Bad und legte sich erst einmal trocken. Dann zog
sie sich aus um ihr Kostüm nicht zu beschmutzen und begann, die
Bescherung aufzuwischen. Es war eine mühselige Prozedur auf einem Bein
und gerade als sie fertig war, hörte sie Thomas aus der Garage kommen.

„Was machst du denn hier?“ fragte er.

„Ich hab vergessen, dass du mein Mäuschen zugeklebt hast und war so am
Klo,“ berichtete Eva.

„Vergessen? Wie kann man das vergessen? Hast du jetzt etwa den Streifen
entfernt? Du kennst die Abmachung: In diesem Falle müsste ich dich nun
bestrafen!“

„Ja, ja, Thomas, bestrafe nur. Aber nicht heute. Heute wurde ich schon
bestraft genug!“ Und sie erzählte Thomas von ihrem unheimlichen Erlebnis
auf der Brücke.

12

Eva ärgerte es, an so einem trüben Sonntagmorgen schon so zeitig wach zu
werden. Sie lag eine Weile nur so da und versuchte noch einmal
einzuschlafen. Doch sie wälzte sich nur hin und her, Schlaf wollte sich
keiner mehr einstellen. Neidvoll lugte sie zu Thomas hinüber, der noch
immer ruhig und gleichmässig atmete. Das beschloss sie zu ändern.

Sachte liess sie ihre Hand unter seine Decke gleiten und tastete nach
seinem Penis. Sie nahm den schlaffen Burschen und begann ihn zu
massieren. Sogleich richtete er sich auf und wurde steif und
interessiert. Thomas drehte sich mit einem zufriedenen Brummen auf den
Rücken.

„Guten Morgen!“ flüsterte sie ihn ins Ohr.

„…Morgen,“ kam es zurück.

„Na, wird mein kleiner Bär schon munter?“

Er wurde. Er drehte sich Eva zu und nahm sie in seine Arme. Sie
schäkerten eine Weile herum, dann richtete sich Thomas etwas auf und sah
nach dem Wetter.

„Grauslich,“ stellte er fest, „am besten, wir bleiben gleich liegen.“

Er zog sich die Decke über den Kopf und wollte noch eine Runde schlafen.
Das war nun gar nicht in Evas Sinn. Ihr war es gar nicht recht, dass sie
Thomas nicht in die richtige Stimmung bringen konnte und überlegte, was
sie noch mit ihm anstellen konnte.

„Weisst du, worauf ich neugierig wäre?“ fragte sie, einen neuen Versuch
startend.

„Worauf?“

„Du hast mir Strafen angekündigt: Wenn ich mit den Krücken im
Schlafzimmer bin, wenn ich das Leukoplast neulich entfernt hätte,… Wie
hättest du mich den bestraft? Oder soll ich eigens einmal unfolgsam sein
um dies zu erfahren?“

„Willst du das wirklich wissen?“

„Ich bin sehr neugierig!“

„Nun, das kannst du auch so haben. Dreh dich auf den Rücken.“

Thomas schien munter zu werden. Eva drehte sich auf den Rücken und
wartete was auf sie zukommen werde. Zuvor nahm sie noch selbst die
Augenbinde aus dem Nachtkästchen und zog sich diese über die Augen. Sie
wollte sich überraschen lassen, wollte nicht sehen was Thomas mit ihr
vorhatte. Er drehte sie zur Seite, verschränkte ihre Arme auf ihren
Rücken und begann, diese mit einer elastischen Binde zu umwickeln. Als
ihre Hände solchermassen auf den Rücken gefesselt waren, forderte er sie
auf, aufzustehen.

„Hast du sie noch alle? Ohne Arme kann ich doch nicht aufstehen!“

„Versuche es!“

„Das versuche ich erst gar nicht. Glaubst du ich will hinfallen und mich
verletzen?“

„Los, steh schon auf!“ der Ton in Thomas‘ Stimme war für Eva ungewohnt
und sie gehorchte. Sie versuchte aufzustehen, doch mit den auf den Rücken
gebundenen Armen wollte es ihr nicht sogleich gelingen.

„Setze dich wenigstens auf die Bettkante,“ verlangte Thomas als er sah,
das Eva bei bestem Willen nicht hoch kam. Eva erfüllte diesen Wunsch,
nein, eher war es ein Befehl. Von der Bettkante hob sie Thomas einfach
hoch und stellte sie auf ihr Bein. Eva hatte sich den weiteren Verlauf
dieses Vormittages doch etwas anders vorgestellt.

„Halte mich!“ kreischte sie als Thomas sie danach losliess.

„Du kommst jetzt mit in die Küche, ich werde uns ein Frühstück
zubereiten.“

„Aber ich kann doch so nicht hüpfen! Du musst mich festhalten! Lass mich
bitte nicht los, halte mich fest! Und gib die Augenbinde weg!“

„Ich passe schon auf, dass du nicht hinfällst. Folge mir nur, es wird dir
nichts zustossen.“ Eva fühlte wie er ihre Brüste erfasste und sie daran
in die Küche zog. Mein Gott, dachte Eva, an den Brüsten kann er mich doch
nicht halten, wenn ich das Gleichgewicht verliere, werde ich stürzen!
Doch da sie keinen anderen Ausweg wusste, folgte sie ihm in aller
gebotenen Vorsicht. Sie wusste dass dieses Spektakel erst ein Ende hatte,
wenn er ejakulierte.

„Halte mich nicht bei den Brüsten, nimm mich wenigstens bei den
Schultern,“ jammerte sie unterwegs, doch Thomas liess sich nicht beirren.
Mit sanfter Gewalt hielt er die zwei Bällchen in seinen Händen und zog
Eva daran sanft, aber bestimmt in die Küche. Eva war es egal, wohin er
sie zerrte, Hauptsache er achtete darauf, dass sie nicht hinfiel. Sie
bereute jetzt, dass sie die Augenbinde genommen hatte. Thomas wäre
vielleicht nicht auf diese unselige Idee gekommen und sie hätte nun
Gefahren selbst erkennen können.

Eva spürte, wie sie gegen die Arbeitsplatte der Küche gelehnt wurde.
Erleichtert liess sie sich mit ihren Pobacken darauf nieder. Sie hörte,
wie Thomas Wasser in die Kaffeemaschine füllte und das Frühstück
zubereitete. Ab und zu kam Thomas zu ihr her und sie rieb mit ihrem
kümmerlichen Beinstumpf ein wenig seinen Pimmel. Dafür bekam sie dann
einen Kuss. Sie fühlte dabei, dass Thomas einen mächtigen Herrn bekommen
hatte und hoffte, dass dieses grausame Spiel dadurch rasch zu einem Ende
kommen würde. Hier irrte sie aber.

Als Thomas den Frühstückstisch gedeckt hatte, lotste er sie zu ihrem
Platz und war ihr beim Hinsetzen behilflich. Dann forderte er sie auf, zu
essen. Eva wusste nicht, wie sie das tun sollte. Weder sah sie, wo die
Speisen standen, noch konnte sie diese aufnehmen und zum Mund führen.

„Dein Frühstück steht vor dir, iss,“ mahnte er.

„Wie soll ich denn, mit den Armen am Rücken,“ wendete Eva ein.

„Man isst mit dem Mund. Versuche es nur!“

„Du meinst, ich soll direkt vom Teller essen?“

„Ja, ich habe dir alles mundgerecht hergerichtet. Und wenn du Kaffee
willst, sag es, ich werde dir helfen.“

Eva neigte ihren Kopf zum Tisch und tastete nach dem Essen. Mit ihren
Lippen erfühlte sie das erste Häppchen und nahm es auf. Wieder einmal
fügte sie sich in ihr Schicksal und allmählich begann die Sache auch für
sie reizvoll zu werden. Das war es doch, warum sie die Augen verbunden
haben wollte, nicht zu sehen was sie erwartete. Eine seltsame innere
Erregung bemächtigte sich ihrer.

Thomas beobachtete Eva aufmerksam. Auch für ihn war es erregend, wie Eva
vorsichtig nach den Brotstücken tastete. Manchmal fuhr sie daneben und
nach kurzer Zeit schon war ihr Mund vom Aufstrich verschmiert. Zärtlich
leckte er dann ihre Lippen sauber, wenn Eva ihn darum bat, und liess sie
von ihrem Kaffee trinken.

Fast empfanden sie beide es als schade, als sie mit dem Frühstück zu Ende
waren. Evas Nerven vibrierten. Was wird nun kommen? Wo wird Thomas sie
berühren? Wenn er jetzt wenigstens ihre Brust streicheln würde!

Aber er hob sie nur hoch und stellte sie auf ihr Bein. Mein Gott, dachte
Eva, wenn sie nur dadurch ihre Stimmung nicht verliert! „Trage mich,“
hauchte sie und Thomas verstand. Sie fühlte sich wohl in seinen starken
Armen, obwohl ihre gebundenen Arme dabei schmerzten. Irgendwo setzte er
sie dann ab. Aber warum setzte er sie auf den Boden?

„Komm zu mir, hier, ins Bett,“ hörte sie ihn.

„Wie soll ich?“

„Bemühe dich!“

Völlig hilflos sass sie hier auf den Boden und hatte nur eine vage
Ahnung, wo das Bett stand. Die Richtung konnte sie erahnen, doch wie
sollte sie dort hinkommen? Aber sie wollte Thomas seinen Wunsch erfüllen
und die Schmetterlinge in ihrem Bauch befriedigen. Wusste sie doch, dass
ihre hilflosen Bewegungen seinen Pimmel fast zum Platzen bringen würden.
Also rollte sie sich zunächst auf den Bauch und versuchte, sich mit ihrem
Bein fort zu stossen. Das war auf dem rauen Teppichboden aber doch zu
schmerzhaft. Besser ging es, als sie sich zur Seite rollte und sich durch
schlangenförmige Bewegungen mit Fuss und Schulter fortbewegte.

Thomas beobachtete vom Bett aus ihr Treiben. Rasch kam sie mit dieser
Technik näher, bis sie mit dem Kopf am Bett anstand. Mit Stirn und
Schultern hob sie sich in das Bett. Ihr fehlendes Bein machte die Aufgabe
für Eva noch schwieriger, aber sie spürte, dass sie so ihrer Erlösung
immer näher kam. War sie doch nun schon auf dem Bett und brauchte nur
noch eine Position zu finden, um sich Thomas zu präsentieren. Sie kroch
nach oben, als sie mit ihrem Mund an seine Eichel stiess. Ekstasisch
nahmen die Lippen ihres Mundes dieses Angebot an. Ihre Zunge leckte wild
über den heissen Kolben. Mein Gott, dachte sie, zwischen den Beinen will
ich ihn haben, nicht nur im Mund. Da spürte sie sich an den Schultern
gepackt. Thomas drehte sie auf den Rücken und es war für sie nicht gerade
angenehm, auf den gebundenen Armen zum Liegen zu kommen. Doch hatte sie
nicht lange Zeit, darüber zu befinden. Stürmisch drängte sein Schwanz wie
ein Keil ihre Lippen auseinander und Hitze fuhr aus ihrem Bauch bis in
die letzten Ecken ihres Körpers.

13

Draussen entlud sich ein Gewitter und es goss in Strömen. Thomas und Eva
zogen es vor, den Sonntagnachmittag zu Hause zu verbringen. Er reinigte
seine Kamera und sie surfte im Internet.

„He Thomas, kannst du einmal kommen?“ tönte es aus Evas Zimmer. Thomas
legte das Objektiv zur Seite und folgte Evas Aufforderung.

„Was gibt’s?“

„Sieh mal, was ich gefunden habe!“ Auf dem Bildschirm sah Thomas nur
lauter kleine Bildchen. Erst bei genauerem Hinsehen erkannte er, dass auf
allen Bildern Frauen mit einem Bein zu sehen waren. Eva klickste auf
eines und das gewählte Bild erschien beinahe Bildschirm füllend. Es
zeigte eine junge Frau im Bikini, lässig vorgebeugt über ein Geländer
gelehnt und den Stummel ihres rechten Beines nach hinten gestreckt.

„Wie hast du das gefunden?“

„Ich habe als Suchbegriff das englische amputee für amputiert
eingegeben,“ antwortete Eva während sie eine andere Session öffnete, „und
habe diese Linkseite gefunden.“ Eine lange Liste erschien am Bildschirm.
Eva löste die Verbindung und holte eine bereits herunter geladene Seite:
„Die Geschichte der Carol Davis“. Hier erzählte eine Frau, wie sie durch
Krebs ihr Bein verlor und was sie danach erlebte. Neu war für Eva und
Thomas in ihrem Bericht, dass es eine gar nicht so kleine Schar von
Männern gibt, die gerade amputierte Frauen äusserst interessant und
hübsch finden.

Thomas glaubte nun die richtige Zeit sei gekommen. Noch einmal überlegte
er kurz, bevor er sein Geheimnis preisgab: „Eva, du wirst es schon
bemerkt haben, mir geht es genauso!“ presste er hervor. „Seit du
amputiert bist, liebe ich dich noch mehr, gefällst du mir noch besser als
vorher. Ich hätte niemals geglaubt, mich jemals noch mehr zu dir
hingezogen zu fühlen.“

Eva schwieg eine Weile und Thomas glaubte schon, sich vorschnell
geäussert zu haben.

„Woran liegt es? Komme ich dir hilflos vor, erwecke ich deinen
Beschützerinstinkt? Hast du das Gefühl, dass ich nun nicht mehr von dir
weglaufen kann?“ Thomas zuckte zwischen ihren Fragen nur die Schultern
und schüttelte den Kopf.

„Anfangs fürchtete ich, es sei Sadismus. Ich war froh, als du dich gegen
die Prothese entschieden hast. Und es erregt mich, dich zu beobachten,
wenn du auch auf die Krücken verzichtest. Aber gleichzeitig tust du mir
so leid, wenn ich sehe wie du dich manchmal weiter quälen musst, über
Stufen zum Beispiel. Und es ist doch auch nicht Sadismus wenn du, elegant
gekleidet, auf einem Bein vor mir stehst, und ich finde dich jedes Mal
wieder zum Verlieben schön!“

„Armer kleiner Kerl!“ Eva schlang ihre Arme um seinen Hals. „Ich hatte
solche Angst, dass ich dir mit einem Bein nicht mehr gefallen würde und
du dir eine andere Frau suchen würdest, so wie der Mann dieser Carol
Davis. Darum habe ich dir versprochen alles zu tun, was du von mir
verlangst. Und dazu stehe ich nach wie vor. Jetzt, mit nur einem Bein,
brauche ich dich noch mehr als vorher. Ich hoffte, ahnte es, war mir aber
nicht sicher, ob ich dir einbeinig wirklich auch gefalle. Jetzt wo du es
mir gesagt hast, will ich alles tun was du dir wünschst. Ich werde
versuchen, zu Hause die Krücken so wenig wie möglich zu verwenden.“

„Wieso betonst du, alles zu tun was ich von dir verlange?“

„Du weisst nicht welche Sorgen ich mir im Krankenhaus gemacht habe. Ich
bin dir – einfach dankbar und darum bin ich bereit, immer alles zu tun
was dir gefällt.“

Thomas zögerte eine Weile. War es fair, dieses Angebot gleich jetzt
einzufordern? Er wollte es wenigstens versuchen. Bisher hatte Eva immer
gleich das Thema gewechselt, wenn er die Sprache darauf brachte.

„Aber du kennst doch meinen grössten Wunsch!?“

„Was meinst du?“

„Intimschmuck.“

Thomas konnte erkennen, dass Eva erschrak.

„Ja, du hast es einmal erwähnt. Das willst du noch immer?“ Thomas nickte.
„Wie soll das aussehen?“

„Ein paar kleine Löcher in deinen kleinen Schamlippen, in denen man Ringe
einstecken kann.“

„Und wer macht diese Löcher?“

„Ich habe mit unserem Hausarzt gesprochen. Er meint das sei ja ohnehin
jetzt grosse Mode und er wurde schon mehrmals darum ersucht. Er verlangt
auch gar nicht viel dafür.“

„Thomas, lass mir ein wenig Zeit, ich werde mir das überlegen. Aber ich
will dir noch etwas zeigen,“ lenkte Eva zunächst wieder vom Thema ab. Sie
wandte sich dem Computer zu und loggte sich abermals im Internet ein.
Wieder holte sie diese Linkseite her und klickte sich weiter. Diesmal
hatten die Frauen, deren Bilder sie auf den Schirm holte, Prothesen.

„Sieh mal hier,“ sagte Eva und vergrösserte ein Bild.

„Eine Frau mit Stelzbein beim Staubsaugen,“ stellte Thomas fest.

„Ja, das ist es, was ich dir zeigen will,“ antwortete Eva. „Ich denke, so
ein Stelzbein ist nicht so klobig wie eine Prothese und ich würde mich
damit bei der Hausarbeit um einiges leichter tun. Ich weiss nur nicht, ob
es dir recht ist, wenn ich so etwas benutze.“

„Recht oder nicht ist hier nicht die Frage. Es kommt darauf an, was du
brauchst. Lass dich aber erst einmal beraten!“

Eva hatte sich bereits genau erkundigt und meinte, dass es ihren
Bedürfnissen sehr gut entspräche. Also bot ihr Thomas einen Handel an:
Stelzbein gegen Intimschmuck. Nach kurzem Zögern stimmte Eva zu.

Einige Wochen später hatte sie noch immer keine Löchlein in den
Schamlippen, aber ein Stelzbein. Mit ihrem neuen Firmenwagen war sie ja
wieder mobil. Nach einigen Abenden auf dem Übungsgelände einer Fahrschule
hatte sie gelernt, nun mit dem linken Fuss Gas zu geben und zu bremsen.
Sie fuhr daher allein in eine Orthopädie-Werkstätte, wo man diese Dinger
herstellte. Gipsabdruck, Anpassen, Unterweisung: Nur dreimal musste sie
hinfahren, dann konnte sie das gute Stück mitnehmen. Allerdings hatte sie
sich die Benutzung einfacher vorgestellt. Anfangs glaubte sie, ein
Ungetüm am Stummel zu haben, welches sie nie dirigieren würde können.
Doch der Orthopäde bemühte sich sehr um sie, und schon nach kurzem
Training hatte sie ihre neue Gehhilfe einigermassen unter Kontrolle.

Als Thomas von der Arbeit nach Hause kam, hüpfte sie in das Schlafzimmer
um das Stelzbein vorzuführen. Sie steckte ihren Stumpf in die gepolsterte
Aufnahme und schon saugte sich das Ding an ihrem Stummel fest. Dann
stelzte sie noch immer reichlich unsicher hinüber zu Thomas. Vorerst
wortlos betrachtete er Eva mit ihrem neuen Hilfsmittel. Die
Kunststoffschale war an ihrem oberen Rand etwas nach aussen gewölbt und
an der Hüfte leicht hochgezogen. Bis auf Kniehöhe verjüngte sich der
hellbraune Kunststoff, wurde nach unten immer schmäler und endete in
einem Gummistoppel.

„Na, was sagst du?“ fragte Eva.

„Wie gehst du damit?“

„Gut! Es ist, als würde ich einen Stock benutzen. Die Stelze ist ganz
leicht und in einigen Tagen können wir sicher schon um die Wette laufen!
Schau, sie ist schnell befestigt und ganz schnell wieder herunten!“ Eva
führte ihm das Abnehmen und Anstecken noch einmal vor. „Nun sag schon,
was du davon hältst.“

„Ja, da es nicht aussieht wie ein Ersatzbein, gefällst du mir auch damit
ganz gut.“

„Ich darf es also verwenden?“

„Aber natürlich! Bloss möchte ich nicht, dass du es immer trägst.“

„Keine Sorge, ins Bett nehme ich es nicht mit!“

Eine gute Woche später kündigte Eva schon wieder eine Überraschung an.
Thomas musste sich im Wohnzimmer hinsetzen und warten. Eva verschwand im
Schlafzimmer und kam bald darauf wieder zurück. Jetzt hatte sie ihren
kurzen, seidenen Morgenmantel an. Auf ihrem einen Bein hüpfte sie vor
Thomas hin. Als sie ausbalanciert hatte, öffnete sie den Gürtel des
Morgenmantels, hielt ihn aber noch mit beiden Händen geschlossen.

„Alles Gute zum Geburtstag, Thomas!“ Mit diesen Worten öffnete sie den
Morgenmantel und liess ihn zu Boden gleiten. Thomas hatte vor lauter
Arbeit ganz vergessen, dass er morgen Geburtstag hat. Überrascht
betrachtete er Eva. Warum stand sie nackt vor ihm? Nicht, dass ihm der
Anblick nicht gefallen hätte, irgendetwas hatte das doch zu bedeuten.

„Na, fällt dir nichts auf?“ Er betrachtete Eva von oben bis unten und
konnte nichts Aussergewöhnliches finden. Ihr Mäuschen war glatt wie
immer. Doch jetzt, wo Eva ihren kurzen Stummel so gut sie konnte
abspreizte, sah er, dass ihre kleinen Schamlippen geschwollen waren.
Gleichzeitig sah er ein metallisches Glänzen.

„Komm näher,“ bat er, „was ist?…“ Er deutete zwischen ihre Beine. Eva
machte zwei Hüpfer zu ihm hin. Thomas legte seinen Finger auf ihre
Spalte. Dann spürte er sein Herz wie wild klopfen: „Bist Du gepierct?“ Er
teilte ihre Schamlippen um besser sehen zu können. „Und gleich vier mal!
Eva…“ weiter kam er nicht. Es verschlug ihm buchstäblich die Sprache.

„Der Arzt fragte ob die Ringe weiter oben oder weiter unten sein sollten.
Ich wusste nicht, wie es dir lieber wäre. Als liess ich weiter oben auf
jeder Seite einen und weiter unten auf jeder Seite einen einsetzen.“
Während Thomas diese Neuerung vorsichtig betastete, legte Eva ihre Hände
um seinen Kopf. Nicht nur um zärtlich zu sein, so konnte sie auch besser
stehen.

„Aber, lieber Thomas, vorläufig gehören sie nur zum Anschauen. Du musst
warten, bis alles wieder abgeheilt ist, dann darfst du damit spielen.
Keinen Geschlechtsverkehr für mindestens drei, vier Wochen! Aber diesen
armen Kerl müssen wir irgend wie helfen,“ sagte sie, setzte sich neben
Thomas und öffnete seine Hose. Mit Genugtuung stellte sie fest, dass sein
Glied steinhart war.

14

Nie hätte Eva gedacht, dass ihr drei Wochen sexuelle Enthaltsamkeit
solche Probleme bereiten würden, dass es ihr so schwer fallen würde, dem
zärtlichem Werben von Thomas standzuhalten. Allein bei dem Gedanken an
gestern Abend meldete sich ihr Mäuschen wieder. Ausgerechnet jetzt, beim
Staubsaugen! Mag sein, dass es an den kleinen Ringen lag, die sie doch
ein wenig in ihren Schamlippen spürte. Aber viel mehr noch erregte sie
der Gedanke an zärtliche Berührungen von Thomas. Es fiel ihr so schwer,
ihn abzuweisen, noch dazu, wo die gepiercten Stellen bereits abgeheilt
waren. Aber sie hatte Angst davor, dass sie Thomas beim Spiel damit doch
noch verletzen könnte.

Die Erinnerung an gestern liess Eva nicht los. Sie schaltete den
Staubsauger aus, zog ihr Stelzbein ab, streifte ihr Höschen hinunter und
liess sich auf das Bett fallen. Sie legte die Hand auf ihren Bauch, genau
so wie es gestern Thomas gemacht hatte. Von dort wanderten ihre Finger
hinunter zu ihrem Beinstummel. Eine ganze Weile hatte er nur ihren Stumpf
gestreichelt. Immer wieder glitt seine Hand über diese Halbkugel. Eva
war, als würde er die Innenseite ihres Schenkels streicheln. Ihre Möse
begann zu glühen. Er war so nahe daran! Endlich betasteten seine Finger
ihre angeschwollenen Lippen. Sanft streichelte er diese heissen Wülste
und nach einer Ewigkeit fanden sie den Weg zur Klitoris. Die Massage des
Kitzlers mit dem Mittelfinger brachte Eva auf höchste Touren. Sie rieb
und rubbelte, aber gestern, als Thomas es gemacht hatte, war es ganz
anders. Gestern trieb er sie damit in die höchsten Himmel der Lüste und
schwallartig überlief sie der Orgasmus. Auch heute tat es ihr gut, doch
spürte sie auch die Leere in ihrem Bauch. Wann kann sie endlich den
Schwanz von Thomas wieder spüren?

Sie setzte sich auf die Bettkante und untersuchte mit Hilfe ihres
Handspiegels die kleinen Schamlippen. Vorsichtig zog sie die eine an
einem der eingesetzten Ringe vor. Sie kontrollierte das Löchlein, durch
das der kleine Ring gezogen war, es schien völlig verheilt zu sein.
Ebenso kontrollierte sie die anderen drei Stellen. Alles war in bester
Ordnung. Warum hatte sie Thomas abgewiesen? Ein wenig sass ihr noch der
Schreck in den Knochen, als einige Tage nach dem Stechen die rechte
Schamlippe vor Entzündung dick angeschwollen. war. Sie brannte und juckte
zugleich, aber mit einer Wundsalbe hatte Eva das Problem schnell im
Griff. Und jetzt fürchtete sie, dass es noch zu schmerzhaft wäre, wenn
Thomas nun daran zerren würde. Was anderes könnte er sonst mit den Ringen
anfangen? Sie legte sich wieder hin und liess ihre Finger mit den kleinen
Dingern spielen. Das Metall stimulierte sie zusehends. Vorsichtig zog sie
nun selbst an den Ringen. Das eigenartige Gefühl, mit der Möse zu spielen
ohne sie zu berühren, brachte sie wieder voll in Fahrt.

Thomas stellte das Auto vor dem Haus ab. Er wollte Eva durch sein frühes
Nachhausekommen überraschen. Leise schlich er sich ins Haus und begann
nach Eva zu suchen. Er erschrak, als er aus dem Schlafzimmer leises
Stöhnen hörte. Doch was er sah, brachte sein Blut sogleich zum Wallen.

Eva lag mit geschlossenen Augen auf dem Bett, den Kopf leicht nach hinten
gebeugt und den Mund geöffnet. Eine Hand lag in ihrer Leiste, die Finger
der anderen spielten mit einem der Ringe, die er ihr eingezogen hatte!
Sie hob und senkte den Ring immer wieder und die Schamlippe an der er
hing folgte den Bewegungen, was ihr sichtliches Vergnügen bereitete. Ihr
linkes Bein hielt sie dabei angewinkelt und abgespreizt und im Stummel
ihres rechten Beines zuckte der Rest ihres Schenkels…

Thomas hielt es nicht länger aus, sein Schwanz drohte zu platzen. Sich
über Eva herzumachen, dazu war es längst zu spät. Schleunigst verzog er
sich auf die Toilette und brachte gerade noch rechtzeitig die Hosen
runter, dann entlud er sich in das Porzellan-oval.

Eva hatte die Geräusche wahrgenommen, konnte sie aber nicht deuten.
Hastig brachte sie ihre Kleidung in Ordnung und hüpfte in das Vorzimmer
um Nachschau zu halten. Dass Thomas aus der Toilette herauskam,
verschaffte ihr nicht unbedingt die gewünschte Beruhigung. „Was wäre
gewesen wenn er mich erwischt hätte?“ dachte sie.

15

Der nächste Urlaub erforderte eine genauere Planung. Mit nur einem Bein
war es für Eva nicht mehr so leicht, lange Besichtigungstouren
mitzumachen. Dennoch wollten sie die schönste Zeit im Jahr nicht auf
einen reinen Badeurlaub reduzieren. Wohl hatten sie sich auf das
Reiseziel, die Bretagne, bald geeinigt. Die Frage war nun das Wie. Ihre
schönsten Reisen hatten sie bisher bei einem Reisebüro gebucht, das für
seine naturnahen Veranstaltungen bekannt ist. Doch heuer konnten sie sich
beide nicht vorstellen, zwei Wochen im Zelt herumzutouren. Eva wäre mit
Sicherheit nicht in der Lage, die täglichen kleinen Wanderungen
mitzumachen und die anfallenden kleinen Arbeiten wie Zeltaufbau und fast
tägliches Packen zu bewältigen.

Nach langem Hin und Her entschlossen sie sich, für die zwei Wochen einen
Campingbus zu mieten. Von ihm erwarteten sie sich grösstmögliche Freiheit
bei ihrer Reise. Das Reiseziel jeden Tag neu zu bestimmen, war ganz nach
ihrem Geschmack, trotzdem brauchten sie nicht jeden Tag die Koffer aufs
Neue zu packen.

Kaum stand das gemietete Fahrzeug vor der Haustür, zeigte sich das erste
Hindernis. Obwohl sie nur einen kleinen Bus gemietet hatten, war der
Beifahrersitz in einer Höhe, die Eva nur schwer erreichen konnte. Den
Fahrersitz konnte sie leichter erklimmen. Hier musste sie nur ihren
Stummel auf den Sitz legen und konnte sich dermassen abgestützt in das
Fahrzeug schwingen. Auf der Beifahrerseite jedoch hatte man sie
gewissermassen am falschen Fuss erwischt. Nach einigem Probieren hatte
sie jedoch eine, wenn auch nicht gerade elegante Technik entwickelt, mit
der sie Platz nehmen konnte.

Schon am ersten Abend machten sie sich nicht die Mühe, lange nach einem
Campingplatz zu suchen. Irgendwo bog Thomas von der Hauptstrasse in einen
Waldweg ab. Nach kurzer Fahrt standen sie auf einer Lichtung, die zum
Übernachten wie geschaffen war. Weit genug weg von der Strasse um nicht
gesehen zu werden, eben und Platz genug um den Wagen zu wenden.

Eva hatte mittlerweile gut gelernt, wie sie auch in freier Natur mit nur
einem Bein das kleine Geschäftchen verrichten konnte. So lehnte sie sich
auch jetzt mit weit abgespreiztem Bein zu einem Baum und dirigierte den
Strahl sicher mit zwei Fingern. Wie aber sollte es auf der grossen Seite
gehen, fragte sie sich als sie eine Rührung überkam. Hier versagte die
gerade angewandte Technik. Warum war sie nicht auch schon mit der kleinen
Seite darauf gekommen? Sie holte sich Papier, suchte sich einem
Baumstumpf und setzte mit einer Backe darauf. „Stumpf bei Stumpf“, rief
Thomas, der sie beobachtet hatte. Egal, sie hatte eine Lösung gefunden.

In der Gegend von La Baule erreichten sie erstmals die Atlantikküste.
Zwei mal hatten sie bereits ohne Probleme in dem Bus übernachtet, ohne
einen Campingplatz aufzusuchen. Die Besichtigungstouren konnten sie
bestens auf Evas Möglichkeiten abstimmen. Diese hatte sich auch bereits
daran gewöhnt, dass sie von den Leuten angestarrt wurde. Das war ja auch
zu Hause so. Hier war es vielleicht deshalb etwas deutlicher, da sie sich
der Sommersonne gemäss sehr leicht gekleidet hatte. Sie trug eine so
kurze Jeanshose, dass ihr Stummel etwas aus dem ausgefransten Hosenbein
lugte. Und weil sie im Urlaub immer auf den BH verzichtet, hüpften ihre
Brüste bei jedem Schritt unter dem engen Shirt mit.

Es war bereits Abend geworden, als sie den Bus auf einem Parkplatz der
Halbinsel Quiberon abstellten. Die Badegäste, welche tagsüber den Strand
bevölkert hatten, waren längst heimgekehrt und so waren sie hier ganz
alleine. Schon der Weg durch die Dünen war für Eva anstrengend, ihre
Krücken sanken tief in den feinen Sand ein. Dann standen sie vor der
Küste. Etwa 50 bis 60 m fiel sie zu dem Sandstrand hinab, an dem Woge für
Woge anrollte.

Eva drängte es zum Wasser hinunter. Doch gleich nach den ersten Metern
musste sie erkennen, dass ihr in dem steilen Gelände die Krücken kaum
hilfreich waren. Also legte sie diese beiseite und begann den Weg auf
ihre Art zu bewältigen. Sie stützte sich mit beiden Händen auf den Felsen
und hopste dann, Bocksprüngen gleich, ein Stück hinunter. Dann wieder
setzte sie sich nieder und schob sich mit den Armen und ihrem Bein auf
den steinigen Weg hinab. Weiter unten wendete der Weg und sie konnte sich
manchmal bergseitig mit ihrem Stumpf abstützen.

Thomas war sehr besorgt. Ein Sturz bliebe in diesen rauen Steinen nicht
ohne Folgen. Seine Sorgen waren Gott sei Dank umsonst, unbeschadet
erreichten sie den feinen Sandstrand, der von den mächtigen Felswänden
begrenzt wurde.

Das Wasser hatte riesige Höhlen aus dem Stein gewaschen, die wie schwarze
Augenhöhlen in den von der Abendsonne beleuchteten Felsen wirkten.
Nachdem sie die Szene in sich aufgenommen hatten, lief Thomas auf das
Wasser zu. Eva hüpfte hinterher. Er war ihr weit voraus als er sich
umdrehte und den Anblick seiner Frau genoss, die auf ihrem einen Bein auf
ihn zu kam. Wie schön sie war! Er betrachtete die Ebenmässigkeit ihrer
Figur und das fehlende Bein war wie die Ausnahme, welche die Regel
bestätigt. Er breitete die Arme aus, und Eva liess sich willig auffangen.
Sie atmete etwas heftiger von der Anstrengung, trotzdem suchten ihre
Lippen die seinen. Der Kuss, zuerst der Ausdruck der Freude über das
gemeinsame Erleben, wurde inniger. Eva tastete mit ihrem Stummel nach
seinen Schwanz und stellte befriedigt fest, dass ihn ihr Anblick animiert
hatte.

Thomas streifte seine Hose ab. Es erregte ihn ungemein, wenn Eva mit
ihrem Stumpf sein Glied rieb und nackt konnte er auch ihre Haut spüren.
Jetzt legte auch Eva Shirt und Hose ab und Thomas breitete sie auf den
warmen Sand aus. Genussvoll gaben sie sich dem Liebesspiel hin. Nicht
einmal von dem Wasser liessen sie sich stören, das sie nach kurzer Zeit
umspülte.

Viel zu spät hatten sie bemerkt, dass die Wellen ihr Gewand erreicht und
Evas Shirt und die Unterwäsche hinaus geschwemmt hatten. Nur mehr die
Hosen der Beiden wogten im Wasser hin und her als ob sie sich nicht
entschliessen könnten, den anderen Kleidungsstücken zu folgen. Thomas
sammelte sie ein, die Hosen waren nass und sandig, an ein Anziehen war
nicht zu denken. Also traten sie den Rückweg nackt an, wie sie waren.
Thomas schwang die Beinkleider über seinen Kopf um sie im Wind zu
trocknen, Eva hüpfte neben ihn her. Manchmal blieben sie stehen und Eva
hielt sich an Thomas fest um ein wenig auszuruhen.

Vor dem Aufstieg blieben sie stehen. „Wie soll ich da hinauf kommen?“
fragte Eva und wie um sich ihre Frage selbst zu beantworten nahm sie den
Weg sogleich in Angriff. Selbstredend war der Aufstieg nun viel
schwieriger und anstrengender als vorhin das Heruntersteigen. Ein paar
Mal musste sie sich auf die Hände niederlassen um eine Steigung nicht auf
allen Vieren, aber auf allen Dreien zu bewältigen. Erst nach der Kehre
war es für sie besser. Jetzt konnte sie sich manchmal mit ihrem Stummel
auf einen Felsen abstützen und einen richtigen Schritt machen.

Oben, wo sie ihre Krücken weggelegt hatte, machten sie Rast. Die Hosen
waren soweit trocken, dass man den Sand ausklopfen konnte. Sie zogen sie
an und stapften zum Wagen zurück.

Anderntags ging es weiter bis an den Strand von Guilvinec. Obwohl der
Campingplatz nur einige hundert Meter vom Meer weg und die Gebühren kaum
der Rede wert waren, zogen sie es vor, ihren Bus wieder auf einem
Parkplatz direkt beim Strand abzustellen. Bis zur Dunkelheit genossen sie
die Weite der flachen Küste.

Am nächsten Morgen konnte es Eva nicht mehr erwarten. Heute musste Thomas
alleine die Bettstatt zusammenlegen und den Wagen aufräumen. Trotz der
frischen Brise, die vom Meer herein wehte, schlüpfte Eva in ihren Bikini
und machte sich auf den Weg. Thomas machte es nicht aus, so konnte er die
enge Behausung einmal gründlich vom feinen Sand reinigen. Ihm war nur
kurz leid, nicht mitgegangen zu sein, als fünf Männer auf ihren
Motorrädern an ihm vorbei auf den Strand hinausfuhren. Vorbei die Stille,
in der man nur das Rauschen des Meeres hören konnte. Aber vielleicht
waren sie schon wieder weg, wenn er Eva folgen würde. Also richtete er
auch gleich den Kaffee und das ganze Frühstück, ehe er schliesslich den
Wagen abschloss und sich auf die Suche nach Eva machte.

Seine Hoffnung wurde nicht erfüllt. Schon am Weg durch die Dünen hörte er
das Knattern der Motorräder. Offenbar drehten sie ihre Runden auf der
weiten Sandebene. Immer wieder heulten die Motoren auf um gleich darauf
wieder abzuklingen. Nachdem er die letzte Düne umgangen hatte, suchte
sein Blick nach den Lärmenden. Was er sah, jagte ihm einen mächtigen
Schrecken ein.

Eva drückte ein wenig das schlechte Gewissen, sie hätte auf Thomas warten
können. Aber sie wollte unbedingt wissen wie es ist, diesen weiten Strand
ganz alleine zu besitzen. Zielstrebig überquerte sie den trockenen Sand,
auf den das Gehen mit den Krücken etwas mühsam war. Draussen, wo das
Wasser den Sand verfestigte, sank sie mit den Krücken dann kaum mehr ein.
Sie wanderte gegen Süden und der Ozean umspielte bei jedem Schritt ihren
Fuss. Hätte sie zwei Beine gehabt, sie wäre jetzt los gelaufen und
gelaufen und gelaufen.

Als sie in der Ferne das Summen von Motoren hörte, wusste sie dass sie
nun den Stand mit anderen teilen werde müssen. Das Geräusch schwoll immer
mehr an und als sie sich umdrehte, sah sie fünf Männer auf ihren
Motorrädern näher kommen. Sie setzte ihren Weg fort in der Hoffnung, dass
sie bald weiter gezogen sein werden und wieder nur mehr das Rauschen des
Meeres zu hören ist.

Das Motorengeräusch schwoll immer mehr an. Sie erschrak als sie sich
abermals umdrehte, die Meute kam geradewegs auf sie zu. Sekunden später
waren sie direkt hinter ihr. Jetzt begannen sie, Eva mit ihren Enduros zu
umkreisen. Sie schrien irgendetwas, was Eva nicht verstand. Immer enger
zogen sie ihre Kreise und manchmal fuhr einer ganz knapp an ihr vorbei.
Als einer der Fahrer geradewegs auf sie zu kam, packte sie die Panik. Sie
drehte sich um und flüchtete. So schnell sie nur konnte setzte sie ihre
Krücken in den feuchten Sand. Sie muss zurück zum Campingbus, dachte sie
und versuchte einen Bogen zu schlagen. Doch als sie den trockenen Sand
erreichte, gruben sich unversehens ihre Krücken tief in den nachgiebigen
Boden. Eva kam zu Sturz.

Sogleich kamen die Maschinen näher an sie heran und wendeten so knapp vor
ihr, dass sie mit Sand überschüttet wurde. „Es hat keinen Sinn“, dachte
sie, „nicht einmal mit zwei Beinen könnte ich entkommen.“ Sie blieb im
Sand liegen und hoffte auf baldige Hilfe. Die Biker liessen ihr keine
Ruhe. Einer blieb stehen und lud ihre Krücken auf. Ein Zweiter stieg von
seiner Maschine. Bedächtig legte er ein mitgebrachtes Blechstück in den
Sand und stellte das Fahrzeug auf den Seitenständer. Dann ging er auf Eva
zu.

Sie hatte Angst. Im Schrecken weiteten sich ihre Augen, als er ein Messer
aus dem Stiefelschaft zog. Er beugte sich über sie und durchschnitt den
Oberteil ihres Bikinis. Als er nach ihrer Hose fassen wollte, sprang sie
auf und setzte ihre Flucht fort. Hinter sich hörte sie dröhnendes
Gelächter und das Aufheulen der Motoren. Mit Riesensätzen sprang sie auf
ihrem Bein dem Parkplatz zu. Die Männer auf den Maschinen fuhren neben
ihr her, blieben aber auf Distanz. Ihr Schreien und Rufen, welches Eva
nicht verstand, klang wie ein Anfeuern. Langsam ging ihr auf, dass sich
die Männer nur an ihrer Behinderung ergötzen wollten. Sie wollten sie nur
hüpfen sehen auf ihrem einen Bein, vielleicht gefiel ihnen auch, wie
dabei ihre nackten Brüste wippten.

Thomas sah Eva auf sich zukommen. Auf ihrem einzigen Bein versuchte sie
in riesigen Sätzen den Motorradfahrern zu entkommen. Diese flankierten
sie und amüsierten sich unübersehbar an ihrer Einbeinigkeit und ihrem
blanken Busen. Thomas startete und lief ihr entgegen. Es war ihm, als
würden sich alle in Zeitlupe bewegen. Unendlich lange dauerte es, bis Eva
endlich in seine Arme fiel. Von der Anstrengung ausgepumpt, rang sie nach
Luft. Thomas legte schützend seine Hände auf ihren Rücken und drückte sie
an sich.

Zwei, drei mal umkreisten die Männer auf ihren Maschinen mit dröhnendem
Gelächter das Paar, dann lenkten sie wieder zurück zum Wasser und
preschten durch die auslaufenden Wellen davon, hohe Wasserfontänen nach
sich ziehend.

Eva hatte sich beruhigt und entwand sich Thomas‘ Armen. „Ich hatte solche
Angst,“ murmelte sie, „dabei wollten sie mir gar nichts tun. Sie wollten
mich nur hüpfen sehen! Kannst du das Verstehen? Sie wollten sich nur an
meiner Behinderung begeilen!“ Beim letzten Satz war sie lauter geworden.

Thomas streichelte durch ihr Haar. „Du bist schön,“ sagte er, „hätte ich
nicht solche Angst um dich gehabt, auch ich hätte deine Anmut genossen.“

„Das war anmutig?“

„Es war der Anmut einer schönen, aber unvollständigen Gestalt, welche von
den Männern bewundert wurde.“

Sie konnte schon wieder lächeln und drückte einen Kuss auf seine Wange.

Sie machten sich auf den Weg zu ihrer Unterkunft. Jetzt erst, als sie
startete, bemerkte Eva, dass einer der Männer ihre Krücken mitgenommen
hatte. Wohl oder übel musste sie die paar hundert Meter auf ihrem Bein
hüpfend zurücklegen, sie so weit zu tragen konnte sie Thomas nicht
zumuten. Unterwegs berieten sie, ob sie bei der Polizei Anzeige erstatten
sollten, verwarfen den Gedanken aber wieder. Sie waren hier Ausländer und
konnten nichts beweisen, nicht eine Kennzeichennummer hatten sie sich in
der Aufregung gemerkt. Lieber wollten sie so schnell als möglich neue
Krücken besorgen. Gerade dies sollte sich aber als schwieriger erweisen
als man annehmen konnte. Sie wurden von einem Städtchen in das andere
geschickt, ohne Erfolg.

Gegen Mittag wurde Hunger und Durst spürbar. Sie beschlossen, sich in
einem Supermarkt etwas zu besorgen und im Campingbus zu essen. Sie bogen
zu einem Markt ein und bekamen einen Parkplatz in der Nähe des Eingangs,
gleich neben den Einkaufswagen. Eva zählte Thomas auf, was er einkaufen
solle.

„Warum kommst du nicht mit?“ fragte er.

„Ohne Krücken?“

„Du hast ja den Einkaufswagen zum anhalten. Und um diese Zeit sind
ohnehin nur wenige Leute im Geschäft.“

Zögerlich öffnete Eva die Tür und stieg aus dem Fahrzeug. Anstatt einer
endlosen Diskussion, wollte sie Thomas zeigen, dass sein Ansinnen
undurchführbar war. Er sollte selbst sehen, dass der Einkaufswagen die
Krücken nicht ersetzen konnte.

Thomas war überrascht, dass Eva seiner Aufforderung Folge leistete. Er
hatte seine Idee nur so vor sich hin gesagt, ohne die Erwartung, dass Eva
wirklich mitkommen würde. Sie machte ein paar Hüpfer, steckte eine Münze
in die Vorrichtung und zog einen der Einkaufswagen aus der Reihe. Dann
drehte sie um und kam auf Thomas zu.

„Meinst du wirklich, ich könne mit dem Einkaufswagen durch das Geschäft
hüpfen?“

„Warum nicht? Meinst du die Leute gucken weniger, wenn du dich auf
Krücken stützt statt auf einen Einkaufswagen?“

Da Thomas den Bus bereits verschlossen hatte, gab Eva auf. Es erschien
ihr völlig blödsinnig, ohne Krücken durch das Geschäft zu hüpfen, aber
sie hatten ja Urlaub und im Urlaub ist mancher Blödsinn erlaubt.
Ausserdem, niemand kannte sie hier. Sie machte kehrt und schob den
Einkaufswagen dem Eingang zu. Thomas hielt den Wagen vorne nieder, so
dass Eva sich auf den Griff stützen konnte. So konnte sie weniger
auffällig durch die Regale gleiten.

Es waren ohnehin kaum Leute in dem Markt. Aber es kam Eva vor, dass die
wenigen umso mehr guckten, fast tat es ihr jetzt leid, Thomas nachgegeben
zu haben. Ein älterer Herr folgte ihnen wie zufällig. Wenn sie stehen
blieben, blieb auch er stehen und schaute angestrengt auf die angebotenen
Waren, gingen sie weiter, so ging auch er weiter. Thomas merkte, dass der
Herr Eva interessiert beobachtete, und meinte, dass sie ihm doch etwas
bieten solle. Eva verstand. Sie liess das Einkaufswagen los und hüpfte
nun hierhin und dahin, scheinbar um die angebotenen Waren zu prüfen.
Jetzt konnte der Mann seinen Blick kaum mehr von Eva abwenden. Seine
Erregung nahm sichtbar zu. Und als sich Eva plötzlich umdrehte und
scheinbar ihre kurze Hose richtete, so dass ihr Stummel noch besser
sichtbar wurde, verwirrte das den älteren Herrn so sehr, dass er vor
lauter Aufregung ein paar Gurkengläser zu Boden beförderte. Eva konnte
sich das Lachen nicht zurückhalten, nahm das Einkaufswagen und begab sich
zur Kasse.

Als sie zum Bus zurück kamen, staunten sie nicht schlecht. An der
Beifahrertür lehnten Evas Krücken! Sie sahen sich um, aber auf dem
Parkplatz war niemand zu sehen. Wie auch immer, Hauptsache die Krücken
waren wieder da.

Sie setzten ihre Reise fort, hinauf zur Rosengranit-Küste. Das Haus
zwischen den Felsen, der enorme Tidenhub und die mächtigen Leuchttürme
faszinierten das Paar. Besonders letztere hatten es Eva angetan. Am Cap
Fréhel war sie dann nicht mehr zu halten.

Thomas warnte sie vor den vielen Stufen, doch als sie vor einen standen,
der auch zu besichtigen war, gab es für Eva kein Halten mehr. Stur nahm
sie die endlos scheinende Wendeltreppe in Angriff. Schon bald liess ihr
Tempo merklich nach, immer öfter musste sie stehen bleiben, nicht nur,
wenn ihr jemand entgegen kam. Im letzten Teil des Aufganges keuchte sie
vor Anstrengung und wäre es nach oben nicht näher als nach unten,
wahrscheinlich hätte sie aufgegeben.

Als sie dann auf der Plattform angelangt war, durchströmte sie ein
Glücksgefühl. So muss sich ein Sieger im Wettkampf fühlen, dachte sie.
Stolz auf ihre Leistung genoss sie nicht nur den Ausblick auf den
Ärmelkanal, sondern auch den weiten Blick in das Land hinein.

Wer geglaubt hatte, der Abstieg wäre nun ein Spaziergang gewesen, der
irrte. Sie bat Thomas vor ihr zu gehen um sie aufzufangen, sollte sie zu
Sturz kommen. Vorsichtig setzte sie dann ihre Krücken auf die erste Stufe
und stieg mit ihrem Bein hinunter. Jedes Mal, wenn sie sich auf die
Krücken aufstützen musste, fürchtete sie vornüber zu fallen und die ganze
Treppe hinunterzukollern. Kam ihr jemand entgegen, musste sie sich ganz
an die Wand drücken um ihn vorbeizulassen. Die steile Wendeltreppe vor
Augen, hatte sie dabei grosse Angst. Da kam ihr eine Idee. Sie drückte
Thomas die Krücken in die Hand, fasste mit beiden Händen nach dem
Handlauf und hüpfte so eine Stufe nach der anderen hinunter. Das
funktionierte so gut, dass Thomas gar nicht schnell genug die Stiege
hinunter laufen konnte. Obendrein belustigte sie, wie sie von den anderen
Besuchern dabei angegafft wurde.

Weiter fuhren sie über das Gezeitenkraftwerk bei Dinard nach St. Malo.
Wie durch ein Wunder fanden sie für ihren Bus einen Parkplatz nahe der
mächtigen Stadtmauer. Sogleich starteten sie einen Erkundungsgang durch
diese alte Stadt. Sie bummelten durch die von mächtigen Steinbauten
gesäumten alten Gassen, und selbstverständlich gehörte auch ein
Spaziergang auf der gewaltigen Stadtmauer dazu.

Da passierte es dann auch. Eva war fasziniert von den Bauten und dem
wundervollen Blick aufs Meer. Dabei übersah sie ein Ablaufgitter für das
Regenwasser. Dieses Gitter hatte so weite Maschen, dass Evas Krücke
locker einfädelte. Beinahe wäre sie hingefallen. Sie gingen langsam, aber
dennoch schnell genug, sodass sie den Schwung, mit dem sie ihren Körper
eben nach vor schwang, nicht stoppen konnte. Die Krücke knickte ab und
war somit unbrauchbar.

Eva war zum Weinen. Natürlich konnte sie auch mit einer Krücke gehen.
Aber es war anstrengend, und sie hielt nie lange durch. Der Weg zum
Campingbus war weit. Unmöglich konnte Thomas in die Stadt hinein fahren
und mit öffentlichen Verkehrsmitteln – welche Route wäre die richtige? Es
blieb ihr keine andere Wahl, sie musste den Weg zu Fuss zurücklegen, aber
eben nur mit einen Stock…

Auf dem holprigen Pflaster kostete es Eva einige Mühe, mit einem Bein und
nur einer Krücke weiter zu kommen. Mit dieser einzelnen Stütze hüpfte sie
mehr als sie ging. Thomas blickte immer wieder herum, es gefiel ihm, dass
seine Frau alle Blicke auf sich und ihr hübsches, einzelnes Bein zog. Als
sie endlich ihre rollende Unterkunft erreicht hatten, liess sich Eva
erschöpft auf die Bank fallen.

Es war Wochenende, und sie konnten nirgends neue Gehhilfen besorgen, also
musste Eva für den Rest der Reise eben mit nur einer Krücke auskommen. Le
Mont St. Michel wurde daher nur vom Parkplatz aus besichtigt.

Mit mehreren kleinen Pausen kamen sie nach Hause. Besonders für Eva war
es eine anstrengende, aber auch eine wunderschöne Reise. Mehrmals hatte
sie unterwegs daran gedacht, vielleicht doch einmal eine Prothese zu
verwenden. Aber sie wusste nur zu gut, dass sie Thomas damit keine Freude
machen würde, also verwarf sie diese Gedanken gleich wieder.

Sie hatten also eine höchst interessante und dabei doch entspannende
Urlaubsfahrt hinter sich gebracht. In der Enge des Wohnmobils kamen sie
sich noch näher als sie sich auch sonst ohnehin standen.

Zwei Wochen später beobachtete Thomas mit einiger Verwunderung, dass Eva
vor ihm und für ihn einen aufreizenden Strip hinlegte. Das hatte sie
schon öfter getan, aber noch nie, ohne dass Thomas sie dazu aufgefordert
hatte. Eva wusste um die Wirkung, wenn sie ohne Hilfsmittel auf einem
Bein vor Thomas‘ Nase herum hopste und wie es ihn erregte, wenn sie dabei
ihren Stumpf abspreizte oder ihm mit diesem „zuwinkte“. Sie wusste um
seine Erregung, wenn sie ihren Nylonstrumpf abstreifte und im wahrsten
Sinne des Wortes aus ihrem Höschen hüpfte.

Thomas sass mit offenem Mund da und beobachtete das Treiben seiner
geliebten Frau.

„Sieh mich gut an,“ sagte sie, „lange wirst du dich nicht mehr an dieser
schlanken Figur erfreuen können!“ Sie lachte, Thomas sah ziemlich dämlich
drein. „Ja, ja! Bald werde ich ein Bäuchlein bekommen und das wird
grösser und grösser werden…“

„Du meinst?…“ Endlich hatte er begriffen! Er sprang auf, küsste sie,
hob sie hoch und trug sie ins Bett.

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Autor:
  • Überfall Geschichten

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